Mo, 10. Dezember 2018

Airline schießt zurück

25.07.2018 10:36

300 Flüge wegen Streiks bei Ryanair abgesagt

Der Streit zwischen der irischen Billigfluglinie Ryanair und ihrem Flugpersonal eskaliert: Man werde die Flotte in Dublin um 20 Prozent reduzieren, teilte das Unternehmen mit. Damit seien 300 Stellen gefährdet. Für die Entscheidung machte die Airline unter anderem rückläufige Buchungen wegen der Pilotenstreiks in Irland verantwortlich. Am Mittwoch wurden europaweit rund 300 Flüge abgesagt, weil dieses Mal die Flugbegleiter ihre Arbeit niederlegten. Gestreikt wird bis einschließlich Donnerstag an den Ryanair-Basen in Spanien, Portugal und Belgien. Rund 600 Verbindungen werden wegen des Streiks an den beiden Tagen ausfallen. Der Flughafen Wien Schwechat ist davon aber nicht betroffen. 

Das irische Unternehmen hatte sich in der vergangenen Woche geweigert, eine komplette Liste der wegen des Streiks gestrichenen Flüge herauszugeben. Die betroffenen Kunden würden informiert, alle anderen könnten davon ausgehen, dass ihre Flüge stattfinden, hieß es. 50.000 Kunden seien umgebucht oder vollständig entschädigt worden, erklärte Ryanair via Twitter. Das Unternehmen hat für beide Tage in seinem Europa-Netz jeweils 300 Flüge abgesagt, rund zwölf Prozent des täglichen Angebots. Man erwarte für Mittwoch keine weiteren Streichungen, hieß es.

Gewerkschaften fordern bessere Arbeitsbedingungen
Die deutschen Gewerkschaften für Piloten und Flugbegleiter haben bis jetzt keinen Arbeitskampf bei Ryanair ausgerufen. Bei der Vereinigung Cockpit läuft aber eine Urabstimmung bis Ende Juli. Die Gewerkschaften stimmen sich auf europäischer Ebene ab und setzen sich für bessere Arbeitsbedingungen und höhere Löhne bei Europas größtem Billigflieger ein. Streiks gab es bereits in Portugal und Irland.

Die Gewerkschaften wollen durchsetzen, dass das Kabinenpersonal in diesen Ländern nach dort geltendem Arbeitsrecht angestellt wird, nicht nach dem Recht Irlands, wo Ryanair seinen Hauptsitz hat. Zudem sollen fest angestellte Mitarbeiter und Leiharbeiter gleich entlohnt werden. Ryanair sieht sich seit Längerem Vorwürfen ausgesetzt, seine Mitarbeiter deutlich schlechter zu bezahlen als andere Billigfluggesellschaften. Das Unternehmen bestreitet das.

 krone.at
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