Di, 11. Dezember 2018

Auf Schiffen vor Küste

14.07.2018 12:17

Salvini will 450 Flüchtlingen Ankunft verbieten

Italiens Innenminister und Vizepremier Matteo Salvini will verhindern, dass 450 Migranten, die am Samstag an Bord von Schiffen der italienischen Küstenwache genommen wurden, in Italien eintreffen. Bei einem Gespräch mit Premier Giuseppe Conte drängte Salvini, dass die beiden Schiffe die Migranten zurück nach Libyen oder nach Malta bringen. Salvini hatte jüngst bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit Innenminister Herbert Kickl (FPÖ) und dessen deutschem Amtskollegen Horst Seehofer betont, dass die Regeln für internationale Seenotrettung von Flüchtlingen im Mittelmeer geändert werden sollen (siehe auch Video oben).

„Eine Geste der Gerechtigkeit, des Respekts und des Muts zur Bekämpfung des Menschenhandels und zur Anregung eines Eingriffes seitens Europas ist notwendig“, wurde Salvini am Samstag von italienischen Medien zitiert. Salvini bekräftigte, dass Migranten künftig nur noch über legale Wege nach Italien einwandern sollen.

Seit seinem Amtsantritt als Innenminister Anfang Juni sei die Zahl der Migrantenankünfte gegenüber dem Vergleichszeitraum 2017 um 27.000 Personen zurückgegangen. „Wir wollen weiterhin für dieses Resultat arbeiten, wir dürfen keine Schwäche zeigen“, so Salvini.

Auch Malta will Migranten nicht aufnehmen
Malta hatte bereits am Freitagvormittag angekündigt, dass es sich nicht zur Aufnahme der 450 Migranten einschalten werde, zu der der italienische Verkehrsminister Danilo Toninelli das Land gedrängt hatte. Da befanden sich die Menschen noch an Bord eines zweistöckigen Fischerbootes, das von Libyen abgefahren war. In der Nacht auf Samstag hatte das Boot zunächst Lampedusa erreicht und dann seine Fahrt Richtung Sizilien fortgesetzt. Die Flüchtlinge wurden dann am Samstag an Bord zweier Schiffe der italienischen Küstenwache genommen.

„Italien hat schon genug geleistet“
Geht es nach Salvini, sollen die Schiffe Italien nicht erreichen. „Malta, die Schlepper und Gutmenschen in Italien und auf der ganzen Welt sollen wissen, dass dieses Schiff keinen italienischen Hafen erreichen darf. Italien hat schon genug geleistet“, so Salvini am Freitagnachmittag auf Facebook.

 krone.at
krone.at

Kommentare

Eingeloggt als 
Nicht der richtige User? Logout

Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung.

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Aktuelle Schlagzeilen
Champions League
Schöpf schießt Schalke gegen Lok Moskau zum Sieg!
Fußball International
Bis auf Weiteres
Liga-Partie des FC Barcelona in Miami abgesagt
Fußball International
Hier im CL-TICKER
LIVE: Liverpool kämpft gegen Napoli ums Überleben
Fußball International
Bitteres Ende
Aus für Yaya Toure bei Olympiakos nach 3 Monaten!
Fußball International
Mädchenmord in Steyr
Saber A. soll schon in Afghanistan getötet haben
Oberösterreich
Mit Polizei gedroht
Ausweisfälscher zwang Saber A. zur Aufgabe
Oberösterreich
Juve ist (noch) besser
Red Bull Salzburg greift noch nach Europas Thron!
Fußball International
Bis Sommer 2021
Rapid: Sportchef Bickel vor Vertragsverlängerung
Fußball National
Auch Polizei besorgt
Stelzer: „Haben ein Problem mit jungen Afghanen“
Oberösterreich

Newsletter

Melden Sie sich hier mit Ihrer E-Mail-Adresse an, um täglich den "Krone"-Newsletter zu erhalten.