Sa, 21. Juli 2018

Photovoltaik-Anlagen

06.07.2018 09:15

Wien Energie setzt auf „Solar-Offensive“

So ändern sich die Zeiten: Hatten Energieanbieter früher ein bequemes Monopol, so ist daraus längst ein knallharter Wettbewerb entstanden. Um sich für die Zukunft fit zu machen, fließt bei der Wien Energie sehr viel Geld in eine „Sonnen-Offensive“.

„Beim Strom gibt es über 100 Konkurrenten in Wien“, berichtet Wien-Energie-Chef Michael Strebl. Dennoch könne man sich gut behaupten, bei den privaten Haushalten liegt der Marktanteil bei rund 80 Prozent. Strebl: „Wir haben zwei Millionen Kunden und wir sind die Einzigen, die alles aus einer Hand bieten können: Strom, Gas, Wärme, Telekom und auch Elektro-Mobilität.“

Umstellungsprozess in der Branche
In Wien will man die Stadt bis 2050 völlig CO2-frei machen. Strebl: „Wir haben jüngst eine international anerkannte Studie erstellen lassen: Das ist machbar!“ Freilich nur, wenn eifrig umgestellt und mächtig investiert wird: Im Rahmen dieser „Solar-Offensive“ wird die Wien Energie hundert Millionen Euro in den Ausbau der Photovoltaik-Anlagen stecken.

Schon jetzt ist das Unternehmen der größte Photovoltaikanbieter Österreichs. So errichtet etwa die Ottakringer Brauerei derzeit in Wien-Simmering für ihr neues Getränkehandelshaus eine der größten Dach-Photovoltaikanlagen Österreichs. Strebl: „Wir wollen jedes Haus zu einem kleinen Kraftwerk machen.“

Monopolzeiten trauert der Wien-Energie-Chef nicht nach
„Der Wettbewerb wird nicht nachlassen, aber wir sind so leistungsstark, dass wir auch im hart umkämpften Firmengeschäft punkten. So ist es uns sogar gelungen, jüngst bei der scharf kalkulierenden Bundesbeschaffungsagentur schöne Aufträge zu ergattern!“ Die Privathaushalte hätten erkannt, dass manche Billiganbieter beim Strom nach dem ersten „Diskont-Jahr“ die Tarife erhöhen. „Alle Untersuchungen zeigen, dass wir die Nase vorne haben, wenn es um das Kundenvertrauen geht“, so Strebl.

Kronen Zeitung

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