Mi, 18. Juli 2018

55 starben im Kampf

28.06.2018 13:47

313 Dschihad-Reisende aus Österreich als Gefahr

Der Verfassungsschutzbericht 2017 gibt Auskunft über den aktuellen Sicherheitszustand Österreichs. Bei der Präsentation am Donnerstag durch den Jetzt-wieder-Chef des Bundesamtes für Verfassungsschutz und Terrorismusbekämpfung (BVT), Peter Gridling, wurden die größten Bedrohungsszenarien analysiert. Auch wenn die Zahl der Dschihad-Reisenden rückläufig ist, droht weiter die „erhöhte Gefahr“ durch islamischen Extremismus.

Während links- und rechtsextreme Gewalttaten zurückgehen, verzeichnet der Verfassungsschutz die Zunahme eines islamistisch-extremistischen Gefährdungspotenzials. So sind bis Ende 2017 313 Personen aus Österreich in den Dschihad aufgebrochen. 94 sind wieder zurückgekehrt, 55 wurden getötet und 59 konnten noch an der Ausreise gehindert werden. 32 Rückkehrer sind derzeit in Haft.

„Immer wieder Versuche“ der Türkei, Einfluss auf Vereine zu nehmen
Aber auch die Entwicklungen in der Türkei haben Auswirkungen auf die Sicherheitslage in Österreich. Immer wieder wird versucht, auf österreichische Vereine Einfluss zu nehmen, bis hin zu Drohungen gegen politische Entscheidungsträger. „Es ist Aufgabe des Staatsschutzes, derartige Gefahren zu erkennen, abzuwehren und Schutzmaßnahmen zu ergreifen“, erklärt BVT-Chef Gridling.

Durch die Geheimdienst-Affäre erwartet er übrigens keine Auswirkung auf die Terrorismusbekämpfung.

Video: Kein Vertrauensverlust von Nachrichtendiensten wegen BVT-Affäre

 krone.at
krone.at

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentar schreiben

Liebe Leserin, lieber Leser,

die Kommentarfunktion steht Ihnen ab 6 Uhr wieder wie gewohnt zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen
das krone.at-Team

Kommentare
324

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Newsletter

Melden Sie sich hier mit Ihrer E-Mail-Adresse an, um täglich den "Krone"-Newsletter zu erhalten.