Sa, 20. Oktober 2018

Bei Generalaudienz

20.06.2018 20:11

Strache in Rom: Händedruck vom Heiligen Vater

Vizekanzler Heinz-Christian Strache (FPÖ) hat im Rahmen seiner Rom-Reise an einer Generalaudienz des Papstes teilgenommen. Anschließend wurden er und Gattin Philippa vom Heiligen Vater mit einem freundlichen Händedruck begrüßt. Strache traf am Mittwoch den italienischen Innenminister und Vizepremier Matteo Salvini. Auch Innenminister Herbert Kickl nahm an dem Gespräch teil, dessen Schwerpunkt die Themen Migration und Sicherung der Grenzen waren. 

Bei strahlend schönem Sommerwetter nahmen Heinz-Christian und Philippa Strache an der Generalaudienz des Papstes auf dem Petersplatz teil. Anschließend begrüßte Franziskus den Vizekanzler und seine Gattin mit einem freundschaftlichen Händedruck. Danach ging es für Strache weiter zum offiziellen Gespräch mit Innenminister Salvini.

Salvini dankt „österreichischen Freunden“
Nachdem der FPÖ-Chef schon am Vorabend mit Matteo Salvini in einer Trattoria mit Blick über Rom dinierte, blieb es auch am Mittwoch freundschaftlich. Den österreichischen Gastgeschenken - Pferdekopf aus Augarten-Porzellan und Tiroler Schnaps - folgten weitere Höflichkeiten. Salvini bedankte sich für den „Besuch von österreichischen Freunden“. In der Sache war man sich einig. Hauptziel: Der Schutz der europäischen Außengrenzen. „Wir müssen endlich das tun, was notwendig ist“, zählt Italiens Vize-Premier auf unsere bald beginnende EU-Ratspräsidentschaft.

Kickl nennt EU-Politik „Flickschusterei“
Auch Heinz-Christian Strache propagierte „eine Bewusstseinsänderung samt Paradigmenwechsel in Europa“. Die falsche Einladungspolitik von Deutschlands Bundeskanzlerin Angela Merkel, im Jahr 2015 ausgesprochen, müsse korrigiert werden. Wichtig sei die innere und äußere Sicherheit, sowie die Reisefreiheit. Der Vizekanzler: „Wir müssen das Vertrauen der Bevölkerung zurückgewinnen.“ In dieselbe Kerbe schlug auch Österreichs Innenminister. „Wir haben keine Zeit zu verlieren“, betonte Herbert Kickl. In der Vergangenheit hätten Schlepper diktiert, wie Migration und Asyl aussieht. Die bisherige EU-Politik „war eine Flickschusterei“. „Die Achse der Willigen muss zu einer Allianz der Tätigen werden.“

„Italien möchte nur den Italienern helfen“
Dass der Scharfmacher in Rom die Politik seines Landes in der Migrationskrise radikal geändert hat, sieht man auch an folgendem Zitat: „Italien möchte nur den Italienern helfen!“ Wie berichtet, steigt der Migrationsdruck nach Europa via Türkei und Griechenland wieder an. Die heuer bisher 800 Toten im Mittelmeer würden auf das Gewissen von skrupellosen Schleppern gehen. An einen Erfolg von Merkel für eine EU-Lösung glauben alle drei nicht.

Kronen Zeitung/krone.at

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