Feuerwehrmann geblitzt

Helfer am Weg zum Einsatz Führerschein entzogen

Aufregung und Empörung waren groß, als ein Feuerwehrmann in Kremsmünster seinen Führerschein abgeben musste. Er war zum Einsatz gerufen worden, am Weg zum Depot in einer 70er-Zone mit Vollgas ins Radar geraten. Doch hier macht das Gesetz keine Ausnahme: „Der Weg zum Depot ist noch keine Einsatzfahrt.“

„Die Wogen gingen schon hoch, es gab auch ein Gespräch zwischen Polizei und Feuerwehr. Inzwischen hat sich die Lage beruhigt“, weiß der Bürgermeister von Kremsmünster, Gerhard Obernberger. Bei der Feuerwehr bestätigte Kommandant Andreas Gegenleitner den Vorfall, wollte ihn aber nicht groß kommentieren: „Der Kamerad hat die Strafe akzeptiert, es gab auch ein klärendes Gespräch, für uns ist die Sache damit erledigt.“

Hinfahrt kein Einsatz
Für die Feuerwehrleute in Oberösterreich, die jährlich zu 16.500 Bränden und knapp 47.000 Unfällen und anderen technischen Hilfeleistungen ausrücken, ist die Rechtslage eindeutig: Der Weg zum Depot ist - obwohl man schon per Pager oder Sirene alarmiert worden ist - noch keine Einsatzfahrt. Die beginnt erst mit dem Ausrücken aus dem Depot.

Urteil regelt Einsatzfahrt
Und selbst hier gilt, dass man nicht „wie ein Henker“ zum Zielort rasen darf. Ein Urteil des Landesgerichts Innsbruck besagt sogar, dass Einsatzfahrzeuge bei Kreuzungen keinen Vorrang haben, wenn die Ampel auf Rot steht und Lenker sich schuldig machen, wenn sie ohne Tempo-Minderung in eine Kreuzung einfahren.

Markus Schütz/Kronen Zeitung

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