Sa, 23. Juni 2018

Illegaler Tierhandel

25.05.2018 22:17

21 Welpen bei Tarvis in Kombi entdeckt

Die italienische Polizei hat in der Nacht von Donnerstag auf Freitag bei der Kontrolle eines Fahrzeuges auf der Autobahn unweit des italienisch-österreichischen Grenzüberganges von Tarvis 21 Welpen renommierter Hunderassen entdeckt. Die Tiere, die in schlechtem Zustand und ohne Wasser in Kartons und Käfigen in einem Kombi eingepfercht waren, wurden beschlagnahmt und in einem Tierschutzhaus untergebracht. Sie stehen zur Adoption frei, teilte die Polizei mit.  Zwei italienische Brüder (35 und 36 Jahre alt), die aus Kärnten mit ihrem Alfa Romeo-Kombi nach Italien eingereist waren, wurden angezeigt.

Bei den rund zwei Monate alten Welpen handelt es sich um französische Bulldoggen, berichtete die italienische Nachrichtenagentur ANSA.  „Die Welpen hatten keinen Chip und keine Papiere und waren in Kartons und Käfigen eingepfercht. Außerdem waren die kleinen Bulldoggen kupiert“, berichtet Ingrid Fischinger, Mitarbeiterin vom Bio Crime-Projekt in Kärnten, die mit Paolo Zucco von der Gesundheitsbehörde Friaul Julisch-Venetien in engem Kontakt steht.

Kärnten und Friaul-Julisch Venetien intensivieren schon seit längerer Zeit ihre Zusammenarbeit im Kampf gegen den illegalen Tierhandel über die italienisch-österreichische Grenze. Der Handel mit Haustieren aus Osteuropa hat in den letzten Jahren stark zugenommen. Polizeibeamte in Klagenfurt und Triest beteiligten sich auch an Bildungskursen für Sicherheitskräfte, die sich mit dem Problem der „Welpenmafia“ auseinandersetzen müssen. Mit 1,1 Millionen Euro wird das von der Region Friaul entworfene Projekt „Bio Crime“ finanziert. Damit sollen unter anderem auch Seuchen bekämpft werden, die ungeimpfte Tiere aus Osteuropa verbreiten.   Einen Umsatz von bis zu 300.000 Euro kann eine illegale Ladung mit Hundewelpen aus Osteuropa generieren, die über Österreich und Norditalien fährt. Bis zu 250 Welpen werden oft  in ein Fahrzeug eingepfercht. Auf der Reise erkranken die viel zu jungen Tiere oft und sterben. Der illegale Tierhandel betrifft auch immer häufiger Rassekatzen und exotische Vögel, berichten Experten.  

Claudia Fischer
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 krone.at
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