So, 24. Juni 2018

Trendige Modesprache

14.05.2018 15:43

Do you speak Fashion? - Begriffe aus der Modewelt

Die Modewelt ist eine wichtige Branche, hinter der eine riesige Industrie mit unzähligen Beteiligten steckt. Unter den unzähligen Designern, Models und jenen, die sich mit Mode beschäftigen, den Influencern, Reportern und vielen anderen, herrscht eine eigene Sprache. Die riesige Fülle an Fachbegriffen und Bezeichnungen für Schnitte, Textilien oder bestimmte Kleidungsstücke und Accessoires sowie kreativer Wortschöpfungen zum Umschreiben besonderer Trends kann Außenstehende schnell verwirren. Es kann daher nie schaden einen Blick hinter die Kulissen der Modewelt zu werfen und sich mit den wichtigsten Begriffen und ihrem Ursprung auseinanderzusetzen.

Die Sprachcodes der Fashion-Welt - Entwicklung ganz eigener Bezeichnungen, Abgrenzung in Nischen und Subkulturen
Die Fashion-Welt ist gleichzeitig Teil der „normalen Welt“ und grenzt sich von dieser doch stark ab. Wie jede Branche mit ihren eigenen verschiedenen Nischen und Subkulturen identifiziert sie sich durch Andersartigkeit gegenüber dem Standard, dem Gewöhnlichen der normalen Welt. So ist natürlich auch klar, dass in ihr eine eigene und gewissermaßen inoffizielle, dort etablierte Sprache herrscht. Diese Sprache mit all ihren Bezeichnungen wirkt auf Außenstehende oft fremd, für Beteiligte allerdings ist sie längst Alltag geworden und wird gar nicht mehr als ungewöhnlich oder fremdartig wahrgenommen.

Interessant ist dabei, dass die verschiedenen Subkulturen der Mode untereinander sich teilweise selbst nicht verstehen. Spricht ein Haute-Couture-Designer beispielsweise von einem Kleid in „Ajour-Optik“ mag der Hip Hopper nichts damit anzufangen wissen, während er wiederum seine Sneakers bestellt und dabei sichergeht, dass diese auch „Doubleboxed“ verschickt werden - und der Designer sich fragt, was genau das bitte bedeuten soll.

Besonders spannend an der Sprache der Modewelt mit all ihren Nischen und Subkulturen dürfte sein, dass sie sich vermutlich deutlich schneller wandelt und weiterentwickelt als viele andere Sprachen bestimmter Kulturbereiche. Das liegt nichts zuletzt daran, dass die Modebranche auch ein kommerzielles Geschäft ist und Designer und Modehäuser gezwungen sind, jährlich mehrere neue Kollektionen zu entwerfen und herauszubringen und neue Trends zu kreieren.

Die Sprachwelt der Modeblogger und „Frowies“
Alles Neue wiederum braucht eigene Begriffe. Woher diese stammen, weiß man nie genau; eine, bzw. zwei Gruppen von Mode-Insidern allerdings dürften beim Wortschöpfungsprozess eine wichtige Rolle spielen: Die Modeblogger und die sogenannten „Frowies“.

Was Modeblogger sind, dürfte den meisten klar sein: Menschen, die ein Blog, also eine Art digitales Tagebuch im Internet, führen und dabei über Mode schreiben. Davon gibt es alleine in Deutschland längst so viele, dass niemand sie mehr zählen möchte - die beliebtesten davon, die auch auf Instagram, Facebook, Pinterest und Co. unterwegs sind, haben auf derlei Plattformen mehrere Millionen Follower. Dass diese Modeblogger bei solch vielen Followern die Möglichkeit haben, Begriffe unter Bilder zu setzen, die sich dann schnell verbreiten und mitunter zu Trends und vielleicht sogar mehr oder minder offiziellen Begriffen der Modewelt werden, ist leicht verständlich. Vor allem dann, wenn die Reichweite, wie im Falle internationaler Blogger, noch viel größer ist.

Gerade in den USA, Italien, England oder in Frankreich, wo noch einmal deutlich wichtigere, größere und häufiger Modeschauen stattfinden, als in Deutschland, sind bekannte Modeblogger und Frowies oftmals ein und dasselbe. Aber was sind Frowies nun eigentlich? Wer bei Modeschauen in der ersten Reihe sitzt, hat mehr Einfluss auf die Branche, als man denkt.

Frowies - Fashion Show Front Rowers - sind diejenigen, die bei Modeschauen in der begehrten ersten Reihe direkt am Laufsteg sitzen. Sie sind nicht etwa nur Zuschauer, die nach der Show mit anderen über die neuste und heißeste Mode sprechen und darüber vielleicht ein paar Worte im Internet verlieren. Vielmehr sind sie genauso wichtig, wenn nicht sogar wichtiger und einflussreicher, als die Models und alles Sonstige, was auf dem Laufsteg passiert.

Fashion-Speak der Streatwear- und Sneaker-Szene
Um als Designer heute erfolgreich zu sein ist eine Star-besetzte und mediengeneigte erste Reihe heute unverzichtbar. Wer hier sitzt hat in aller Regel genug Follower in den sozialen Medien, dass er einen Designer und seine Kollektion immens voranbringen oder unter Umständen auch zugrunde richten kann. Und wenn ein Model, ein Blogger oder ein Star der Szene unter ein bestimmtes Kleidungsstück oder unter den Besuch der Show einige Worte setzt und dabei seiner Kreativität freien lauf lässt, können zumindest heutzutage aus derartigen Wortschöpfungen schon auch einmal echte Begriffe der Modewelt werden.

Die Streatwear-, genau wie die Sneakerszene unterscheidet sich wiederum deutlich von der Laufstegszene und den Bloggern und Frowies. Die meisten Begriffe, die hier verwendet werden, stammen im weitesten Sinne aus dem Hip-Hop-Milieu, aus Raptexten, Ghettos in den USA oder kleinen Zirkeln an Crews und Gangs, die untereinander verbunden oder verfeindet sind und ihre eigenen Sprachcodes und Begrifflichkeiten entwickeln, um sich ebenfalls abzugrenzen oder zu verbünden. Zu mehr oder minder offiziellen Begriffen werden diese Wortschöpfungen, sobald sie, wie eben im Falle von Musikvideos oder auch Filmen, Einzug in die Populärkultur halten. Nicht selten schwappen die Begriffe aus englischsprachigen Ländern dann auch nach Deutschland über.

Gerade derzeitig häuft sich der Fashion-Speak der Streatwear- und Sneaker-Szene, da Hip-Hop beliebter ist, denn je. Anfang Januar 2018 schrieb das RollingStone-Magazin - unter Berufung auf das Informations- und Marktforschungsunternehmen „The Nielsen Company“ und dessen „2017 U.S. Music Year-End Report“ -, dass Hip-Hop und R&B zum ersten Mal überhaupt vor Rock-Musik in Amerika liegen.

Sieben von zehn der am meisten konsumierten Alben stammen aus dem Hip-Hop-/R&B-Genre. Außerdem spiegelt sich die Beliebtheit von Hip-Hop und R&B auch in einem Anstieg von 72 Prozent im Musikstreaming wider. Schaut man sich die deutschen Charts an, sieht es kaum anders aus.

Besonders eindrücklich sind die vielen Fachbegriffe, die sich unter Turnschuhliebhabern und -sammlern entwickelt haben. Ihre Vielfalt und Zunahme erklärt sich über den Fakt, dass Sneakers längst nicht mehr nur getragen werden, wenn das Outfit generell etwas lockerer und legerer sein soll, sondern dass sie beim Großteil der Bevölkerung als Alltagsschuh akzeptiert sind. Selbst zur Abendgarderobe werden heute die Lederschuhe hin und wieder durch schlichte Sneaker ersetzt. Kein Wunder also, dass auch der Sneakersprech immer mehr Verbreitung findet und sich entwickelt.

Das ABC der Textilien
Und um zumindest die Frage vom Anfang zu klären: „Doubleboxed“ bedeutet, dass ein Sneaker, der per Post verschickt wird, nicht nur im Karton selbst (der dann mit Postaufkleber und Klebeband verunstaltet würde), sondern in der Originalbox versendet wird, die noch einmal in ein gesondertes Postpaket gepackt ist. Somit bleibt der eigentliche Schuhkarton unversehrt.

Alle Begriffe der Modewelt aufzulisten wäre ein im Grunde unmögliches Unterfangen, da beinahe täglich oder zumindest wöchentlich neue Begriffe auftauchen und dazukommen und da es unter diesen wiederum einige gibt, die vielleicht nie zu einem durchdringen, die aber dennoch existieren. Wir haben daher im Folgenden zumindest einige, in unseren Augen nicht irrelevante, Fachwörter zusammengetragen, die einen groben Überblick über dieses interessante Feld geben sollen. Los geht es mit den Textilien:

Von Acetat bis Webpelz
Acetat:
Acetat ist der Name einer Faser, welche große Ähnlichkeit zur Naturseide aufweist. Sie wird daher in der Regel vor allem auch für besonders feine Stoffe eingesetzt. Acetat ist einerseits extrem unempfindlich für Falten und Knicke sowie pflegeleicht und bietet andererseits einen optisch hochwertigen Glanzeffekt.  Acid Wash Jeans werden heute gerne mit Pastelltönen und femininen Farben getragen.

Acid Wash: Acid Wash ist kein Textil an sich, aber eine etablierte Methode, um vor allem Denim, den berühmten Jeansstoff, zu bearbeiten. Das Kleidungsstück wird dafür in einer Chlorlösung gewaschen, wodurch eine ungleichmäßige, helle Entfärbung des Stoffes entsteht. Oftmals werden auch ganz gezielt weiße Flecken an einigen Stellen erzeugt. Die Acid-Wash-Jeans waren Ende der 80er Jahre besonders beliebt, verschwanden in den 90ern fast vollkommen und sind jetzt wieder mehr als angesagt. Zusätzlich zur Waschung setzen viele Denim-Fans auf den Used‑Look, der sich durch Risse oder Löcher auszeichnet.

Bouclé: Bouclé bezeichnet ein Gewebe, das aus speziellen Garn mit Knötchen und Schlingen hergestellt wird. Diese verleihen ihm eine noppige und unregelmäßige Oberfläche, die kaum knitteranfällig ist. Bouclé wird vor allem für Mäntel, Blazer, aber auch Kleider verwendet. Es ist ein hochwertiges Gewebe und steht für Eleganz und Extravaganz sowie zeitlosen und klassischen Schick.

Chenille: Chenille ist ein Begriff, der für viele Modeliebhaber vielleicht auch noch eher unbekannt ist, in Zukunft aber vielleicht noch eine größere Rolle spielen dürfte. Denn er bezeichnet einen Stoff, der langsam, aber sicher, zum Trendstoff für bestimmte Schals und Pullover wird. Eigens dafür konzipierte Maschinen verweben die Fäden dafür auf spezielle Weise, sodass die typischen Effekte dieser Stoffart entstehen. Das Textil ist sehr weich und anschmiegsam, die Oberfläche glänzt leicht.

Fischgrat: Fischgrat ist die Bezeichnung für ein Webmuster, das eine diagonale Struktur aufweist und an ein Fischskelett erinnert. Das Gewebe wird gerne für Oberbekleidung, wie Jacken, Mäntel, Anzüge, Röcke und Kostüme verwendet.

Flor: Flor bezeichnete früher ein dünnes, netzartiges Gewebe. Heute meint man damit vor allem eine Lage loser Fasern, die zu Fäden weiterversponnen wird sowie ein Fasergewebe, das aus einzelnen Schlingen oder Fäden besteht.

Jersey: Jersey ist auch unter der Bezeichnung Tricot bekannt und meint einen weichen, dehnbaren Stoff, der sowohl aus Viskosegarnen, als auch aus Wolle, Baumwolle, Seide oder Wollmischungen gestrickt oder gewirkt werden kann. Die Bezeichnung stammt von der gleichnamigen Insel, auf welcher das Material zum ersten Mal produziert wurde.

Lurex: Lurex ist der Markenname für ein Polyester-Garn, das in England entwickelt wurde. Es wird aufgrund eines ganz speziellen Herstellungsverfahrens stark metallisch. Kleidungsstücke, bei denen Lurex mit anderen Garnen verwoben wird, haben in der Regel etwas Glamouröses und Extravagantes.

Lyocell: Lyocell wird auch unter dem Markennamen Tencel angeboten und könnte in einer Zukunft, in der nachhaltige Mode eine zunehmend bedeutendere Rolle spielen wird, immer beliebter werden. Denn das Material wird aus natürlich nachwachsenden Rohstoffen - insbesondere aus Eukalyptus - industriell hergestellt und ist biologisch abbaubar. Lyocell eignet sich zur Herstellung von Strickware, Jersey und gewebten, modischen Kleidungsstücken.

Mesh: Mesh ist die Bezeichnung für ein leichtes und durchscheinendes Material mit Netzstruktur. Das Gewebe, das sehr luftdurchlässig ist, wurde für Sportkleidung und vor allem Sportschuhe entwickelt und kommt auch heute noch vor allem bei Sneakers zum Einsatz.

Raw Denim: Raw Denim bezeichnet einen Jeansstoff, der nach dem Färben während der Herstellung nicht mehr gewaschen wird. Kleidung aus Raw Denim - auch Dry Denim genannt - verliert dann beim späteren Waschen und Tragen im Laufe der Zeit einen Teil der Farbe, was zu durchaus beabsichtigten individuellen Mustern und Flecken auf dem Kleidungsstück führt.

Webpelz: Webpelz ist der Begriff für eine aus synthetischen Fasern hergestellte Nachbildung von natürlichem Pelz. Zwei unterschiedliche Garne, ein stark verzwirntes Baumwollgarn und Plyacryl, werden miteinander verwebt, um einen hohen Flor zu erzeugen.

Das ABC der Formen und Schnitte
Von A-Linie bis Zigarettenhose

A-Linie: Der französische Modemacher Christian Dior entwickelte Mitte der 50er Jahre eine Modesilhouette eines Kleids, beziehungsweise einer Kombination aus Oberteil und Rock, die an den Buchstaben „A“ erinnert und daher auch nach ihm benannt ist. Schmale Schulteransätze und ein enges, leicht tailliertes Oberteil sind typisch für die A-Linie. Weiterentwickelt wurde die A-Linie gewissermaßen von Yves Saint Laurent Ende der 50er Jahre mit dem Trapez-Kleid.

Ajourstrick: Ajourstrick bezeichnet eine Stricktechnik die sich durch ein Lochmuster auszeichnet, dass durch Umschläge und zusammengestrickte Maschen entsteht. Es kommt vor allem bei Pullovern und Jacken zum Einsatz und verleiht dem Kleidungsstück eine gewisse Luftigkeit und einen femininen Charme.

Boot-Cut: Nachdem Skinny eine Zeit lang angesagt war, liegen Boot-Cut-Hosen und allen voran Jeans jetzt wieder voll im Trend. Boot-Cut bezeichnet einen Schnitt, bei dem die Hose an den Oberschenkeln eng anliegt, ab den Knien aber ausgestellter ist. Die Weite des Schlags ist dabei jedoch geringer, als bei einer Schlaghose. Der Schnitt kaschiert besonders gut kurze Beine und runde Waden und eignet sich zum Tragen von Stiefeln unter der Hose.

Five-Pocket: Der Begriff Five-Pocket wird meist im Zusammenhang mit Jeans gebraucht und meint, dass die Hose mit fünf Taschen ausgestattet ist: Zwei Gesäßtaschen, zwei Taschen vorne und eine kleinere Tasche auf der rechten Fronttasche. Diese kleine Tasche findet heutzutage kaum noch Anwendung. Früher wurde sie für Münzen oder Taschenuhren gebraucht.

Lasercut: Lasercut bezeichnet eine Technik zum Zuschneiden oder dekorativen Veredeln diverser Textilien. Ein Hochleistungslaser ersetzt dabei die Arbeit der Maschinen, indem Muster oder Schnitte zunächst am Computer programmiert und dann vom Laser entsprechend umgesetzt werden. Praktisch ist die Methode deshalb, weil beim kontaktlosen Lasern die Stoffe nicht verzogen werden und die Kanten beim zuschneiden direkt versiegelt werden, womit ein Ausfransen vermieden wird. Vor einiger Zeit hat sich die Technik besonders etabliert, um die eingesetzten Materialien mit teils filigranen Mustern zu verzieren

Loop-Schal: Im Gegensatz zu herkömmlichen Schals sind die beiden Enden bei Loop-Schals miteinander vernäht. Dadurch ergibt sich eine runde Form - ein Loop (Schlaufe). Hin und wieder werden die trendigen Schals auch als Schlauchschals oder Rundschals bezeichnet. Je nachdem, wie lang der Schal ist, kann er bis zu drei Mal um den Hals gewickelt werden. Praktisch ist, dass die Loop-Schals aufgrund ihrer Form kaum verrutschen und einen guten Kälteschutz darstellen.

Zigarettenhose: Die Zigarettenhose ist eine schmal geschnittene, gerade Hose, die in der Regel mit Bügelfalten versehen ist. Besonders beliebt war sie in den 50er-Jahren, inzwischen hat sie allerdings wieder ein Comeback erlebt.

Das ABC der unterschiedlichen Styles: von Androgyn bis Vintage
Webpelz:
Webpelz ist der Begriff für eine aus synthetischen Fasern hergestellte Nachbildung von natürlichem Pelz. Zwei unterschiedliche Garne, ein stark verzwirntes Baumwollgarn und Plyacryl, werden miteinander verwebt, um einen hohen Flor zu erzeugen.

Androgyn: Werden in der Mode männliche und weibliche Elemente vermischt, spricht man auch von androgyner Kleidung. Typische Merkmale androgynen Chics in der Frauenmode sind etwa schmal geschnittene Hosenanzüge, Westen, längere Sakkos, weiße Blusen und weite Herrenhosen mit Bundfalten.

Casual: Der Casual-Stil ist ein lockerer und zwangloser Dresscode, bei dem der Träger der Mode dennoch darauf achtet, nicht gegen gesellschaftliche Gepflogenheiten zu verstoßen. Ein Casual-Look in der Freizeit beinhaltet oft eher lockere, bis weit geschnittene Jeans, Pullover, Hoodies und Sommerkleider, beim Business-Casual geht es meist darum, dass nicht unbedingt ein Anzug getragen werden muss, sondern eine schlichte Jeans und ein Hemd ausreichend sind.

Ethno-Stil: Ethno-Mode (abgeleitet von „Ethnologie“) bezeichnet Kleidung, die Merkmale verschiedener Kulturen und deren gesonderte Elemente vereint. Ethno-Kleidung erinnert nicht selten auch an die Mode einiger Hippies. Erdtöne und Designs mit Blumen, Tierfellmustern sowie indianische, arabische und - derzeit besonders angesagt: asiatische Einflüsse - und Accessoires aus Holz und Leder kennzeichnen den Stil.

Gypsystil: Gypsy bezeichnet einen Modestil, der sich an Elementen der Kleidung der Sinti und Roma inspiriert. Typisch dafür sind lange Röcke, Kopftücher, florale Designs und Muster sowie Münzen als Verzierung. 

Retrostil: Der Retrostil greift formal auf vergangene Trends in der Mode zurück und kombiniert Kleidungsstücke mit nostalgischem Einschlag. Zeitlich wird sich dabei meist an verschiedenen Modeerscheinungen ab etwa der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts orientiert.

Vintage: Als Vintagestil lässt sich solche Kleidung bezeichnen, bei der noch einmal deutlich extremer als beim Retrostil bewusst auf die Attribute altmodisch, traditionell und erlesen Wert gelegt wird. Vintage hat sich wieder zu einem echten Trend entwickelt, weshalb auch neu hergestellte Kleidung heute einen Vintageflair haben kann. Ansonsten werden von Insidern echte Vintagestücke am liebsten in Second-Hand-Geschäften gekauft oder von älteren Familienmitgliedern übernommen.

Fashion Trends - Nie um eine Metapher verlegen:  die skurrilsten Wortschöpfungen für angesagte Trends
Gerade wenn es darum geht, neue Stilrichtungen zu umschreiben, lassen sich Modeblogger, Influencer und Designer besonders bildhafte Begriffe einfallen. Vier dieser Begriffe, die angesagte Trends des vergangenen Jahres, die sich bis jetzt gehalten haben sowie brandaktuelle Trends bezeichnen, haben wir als Beispiele zusammengetragen.

Die Sock Boots: wie der Name schon vermuten lässt, handelt es sich bei den Sock Boots um Schuhe, die irgendwie auch an Socken erinnern. Genau gesagt sind es Stiefeletten mit Blockabsatz oder Kitten-Heel, die bereits in den 2000er-Jahren angesagt waren und nun ihr Comeback erleben. Das Material der Sock Boots, oft samtartiger, aber elastischer Stoff, reicht über den Knöchel hinweg und schmiegt sich wie eine Socke eng ans Bein an.

Die Cropped Jeans: cropped bedeutet im Englischen „abgeschnitten“, Cropped Jeans allerdings sind nicht einfach irgendwo abgeschnittene Hosen. Eine auf Kniehöhe gekürzte und zur Sommerhose umfunktionierte Jeans würde kein Modebegeisterter als Cropped Jeans beziechnen. Vielmehr handelt es sich bei ihnen um 7/8-Hosen - solche also, die kurz vor dem Knöchel enden. Sie können in diversen Passformen auftauchen: Röhren Jeans, Boyfriend Jeans oder Flared Jeans, ganz egal.

Die Dad Sneakers: die schönste Metapher für den neusten Sneaker-Trend hat man für die etwas dickeren und klobigen Sportschuhe gefunden, die durch Turnschuhe der 80er- und frühen 90er-Jahre inspiriert sind. Die Dad Sneakers erinnern mit ihrer sehr dicken Sohle an Gesundheitsschuhe oder stabilitätsverleihende Schuhe für ältere Menschen. Dennoch konnten sie sich unter Modebegeisterten durchsetzen und sind vor allem in Weiß, aber auch in bunten Varianten sehr gefragt.

Die Statement-Ärmel: Statement-Ärmel kommen durch ihre Auffälligkeit zu ihrem Namen. Im Gegensatz zu dem, was man als herkömmliche, eher enganliegende Ärmel, bezeichnen würde, variieren Statement-Ärmel in ihrer Länge, Weite und ihrem Design mitunter stark. Bereits Ende 2017 waren die Ärmel in Ballon-, Glocken- oder Trompetenform schon extrem beliebt und auch dieses Jahr wird man sie wohl noch häufiger sehen.

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