So, 19. August 2018

Entsetzen in Indien

12.05.2018 08:25

16-Jährige vergewaltigt und lebendig verbrannt

Blankes Entsetzen in Indien nach einem weiteren Vergewaltigungsfall: Nachdem binnen einer Woche zwei ähnliche Fälle bekannt geworden waren, berichtete am Freitagabend die Polizei, dass auch im Bundesstaat Madhya Pradesh ein Mädchen vergewaltigt und danach ermordet wurde. Die 16-Jährige hatte nach der Vergewaltigung ihrem Peiniger gedroht, ihren Eltern davon zu erzählen. Daraufhin zündete der Täter, ein 26-jähriger Familienvater, sein Opfer an. Die 16-Jährige verbrannte bei lebendigem Leib. Neben dem Vergewaltiger nahm die Polizei auch einen Cousin des Mädchens fest, der den 26-Jährigen darüber informiert hatte, dass die junge Frau alleine zu Hause war.

Es war der dritte Fall dieser Art binnen einer Woche. Zuvor waren eine 16-Jährige und eine 17-Jährige im Bundesstaat Jharkhand erst vergewaltigt und dann angezündet worden. Ein Mädchen starb, das andere schwebt noch in Lebensgefahr.

Todesstrafe für Vergewaltiger von Kindern eingeführt
Die Vergewaltigungen sind die jüngsten Vorfälle in einer ganzen Reihe von sexuellen Gewalttaten in Indien. Nach Bekanntwerden einer Gruppenvergewaltigung und Ermordung eines achtjährigen muslimischen Mädchens durch acht hinduistische Männer hatte es im April landesweit Proteste gegeben. Die Regierung ordnete daraufhin die Einführung der Todesstrafe für Vergewaltiger von Kindern unter zwölf Jahren an.

2016 wurden in Indien 40.000 Vergewaltigungen angezeigt
2016 wurden in Indien etwa 40.000 Vergewaltigungsfälle gemeldet. Die Dunkelziffer dürfte weitaus höher sein, da die Opfer soziale Ausgrenzung im Falle einer Anzeige befürchten. Wiederholt wurden auch ausländische Touristinnen in Indien Opfer von Vergewaltigungen.

2012 hatte der Fall einer Studentin weltweit für Entsetzen gesorgt, die nach einer Gruppenvergewaltigung in einem Bus in Neu Delhi an ihren Verletzungen gestorben war. Die Tat löste Massenproteste aus und zog eine Verschärfung der Strafen für Vergewaltiger nach sich. Diese werden jedoch nicht überall angewandt und konnten das Problem bisher nicht eindämmen.

 krone.at
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