Mi, 17. Oktober 2018

Seine Opfer leiden:

13.04.2018 13:35

Posträuber gestand zwei weitere Überfälle

Er war bei seinen Überfällen nicht zimperlich, seine Opfer leiden heute noch unter den psychischen Belastungen: Jener 40-jährige Räuber, der am 14. März gleich nach seinem Überfall auf die Postfiliale in Laakirchen geschnapt worden war, gestand nun zwei weitere Überfälle. Im Dezember des Vorjahres hatte er diese Postfiliale schon einmal überfallen, und neun Monate zuvor eine Trafik in Schwanenstadt.

Bewaffnet und maskiert hatte der 40-Jährige am 14. März die Post in Laakirchen gestürmt, war bei der Flucht aber nicht weit gekommen. Schon kurz nach dem Raub wurde er geschnappt, ein Großteil der Raubbeute sichergestellt.

Überfallene leiden unter psychischer Ausnahmebelastung
Die Ermittler ließen aber nicht locker. Denn diese Postfiliale war schon einmal überfallen worden. Am 15. Dezember des Vorjahres hatte ein bewaffneter Täter dort zwei Angstellte derart massiv bedroht, dass sie - so die Polizei - mit der damit verbundenen psychischen Ausnahmebelastung seither nicht mehr in der Lage sind, in diesem Postamt ihrer Arbeit nachzugehen. Bei den Einvernahmen gestand der geschnappte Räuber nunmehr, auch diesen Überfall verübt zu haben.

Raubopfer kann nicht mehr als Verkäuferin arbeiten
Und er gab gleich noch einen weiteren brutalen Coup zu: Am 9. März des Vorjahres hatte er mit einem Nylonstrumpf maskiert und einer Softgun bewaffnet eine Trafik in Schwanenstadt überfallen. Er bedrohte eine Angestellte sowie ein Pensionistenehepaar mit seiner Waffe, zwang sie brutal, Bargeld herauszugeben. Auch diese Angestellte verkraftete die psychische Belastung nicht, kann seither nicht mehr als Verkäuferin arbeiten.

Jetzt ist der Verdächtige vorerst aus dem Verkehr gezogen, sitzt in der Welser Justizanstalt in Untersuchungshaft.

Johann Haginger/Kronen Zeitung

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