So, 18. November 2018

Erpresser-Software

11.04.2018 10:28

„PUBG Ransomware“ will doch bloß spielen

Erpressung einmal anders: Wer sich bzw. seinen Computer mit der „PUBG Ransomware“ infiziert hat, wird nicht etwa zur Kasse gebeten, sondern zum Spielen. Der Verschlüsselungstrojaner verlangt für die Freigabe der Daten nämlich, dass Betroffene den namensgebenden Multiplayer-Shooter „PUBG“ („Playerunknown‘s Battlegrounds“) zocken.

Entdeckt haben den Verschlüsselungstrojaner als erstes die Spezialisten des „MalwareHunterTeam“, wie bleepingcomputer.com berichtet. Sonderlich fürchten muss man sich vor der Ransomware demnach allerdings nicht. Denn sind die eigenen Dateien erst einmal verschlüsselt, haben Betroffene drei Möglichkeiten, diese wieder zu entschlüsseln: Sie können - sofern nicht ohnehin bereits installiert - für rund 30 Euro den Multiplayer-Shooter „Playerunknown’s Battlegrounds“ kaufen und starten, oder einfach den dankenswerterweise von den Malware-Schöpfern gleich mitgelieferten Entschlüsselungscode verwenden („s2acxx56a2sae5fjh5k2gb5s2e“).

Alternativ genüge es, eine beliebige EXE-Datei in „TslGame.exe“ umzubenennen und dem Trojaner damit vorzugaukeln, dass das Game gestartet wird, erläutert heise.de. Alles also nur Spaß und halb so wild? Nicht ganz. Wer sich die Ransomware eingefangen habe, sollte allerdings dringend die Sicherheits des eigenen Systems überprüfen, so das Branchenportal. Die nächste Erpresser-Software könnte es schließlich ernst meinen - und dann wird es mitunter richtig teuer.

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