Immer rauere Sitten

"Billa-Bande" geht bei Coups mit Brachialgewalt vor

Kärnten
29.10.2009 01:22
Bei der "Billa-Bande", die auch in Kärnten wieder aktiv geworden ist, werden die Sitten offenbar rauer. Während die „alte Generation“ – viele Mitglieder wurden ja bereits verhaftet – die Safes am Tatort aufgeschnitten hat, wenden deren Nachfolger Brachialgewalt an. Die Tresore werden aus den Wänden gerissen und mitgenommen. Erst vor wenigen Tagen hat die berüchtigte Bande auf diese Weise in einem Wernberger Supermarkt zugeschlagen, wo sie einen Geldschrank mit rund 20.000 Euro Inhalt stehlen konnte.
„Offensichtlich hatten die Bandenmitglieder früherer Jahre noch bessere Nerven und nahmen sich die Zeit, die Geldschränke noch am Tatort aufzuflexen“, scherzt ein Kriminalist. 20 Mitglieder der berüchtigten Bande wurden ja 2007 ausgeforscht und verhaftet. Es waren Asylanten aus Georgien, denen allein in Kärnten 13 Coups in Billa-Filialen nachgewiesen werden konnten. Die Höhe des erbeuteten Bargelds betrug 260.000 Euro.


Ihre Nachfolger wollen offensichtlich vermeiden, dass sie entweder durch den Lärm oder die Funken der Winkelschleifer verraten werden. „Daher setzen sie auf Brachialgewalt und fackeln nicht lange. Sie reißen die Geldschränke mit Brechwerkzeug binnen weniger Minuten aus den Wänden oder Verankerungen und nehmen die Tresore gleich mit. Weit weg vom Tatort geht’s dann ans Eingemachte, sprich ans Öffnen der Safes“, so der Polizist.


Erst in der Nacht zum vergangenen Sonntag hat die Bande in der Billa-Filiale in Wernberg zugeschlagen. Im gestohlenen Tresor befanden sich rund 20.000 Euro. Und ein Wochenende zuvor waren die Täter in Villach, Klagenfurt und in der Steiermark erfolgreich. Aus Wartberg im Mürztal konnte die Bande mit immerhin 35.000 Euro abrauschen.


von Wilfried Krierer, "Kärntner Krone"
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