Do, 13. Dezember 2018

Nächste Generation

20.03.2018 06:00

Promikinder erobern das Kino und den Serienhimmel

Patrick Schwarzenegger hat mit Daddy Arnold viel gemein. Der 24-Jährige zeigt sich gerne in Lederhosen, verweist stolz auf die österreichischen Wurzeln des Vaters, hat dessen kantiges Gesicht und tritt aktuell mit „Midnight Sun“ beruflich in die Fußstapfen des Actionstars. Letzteres gilt auch für Sosie Bacon, die in der HBO-Serie „Here and Now“ durchstartet, oder für Dakota Johnson, die als SM-Gespielin in der Erotiktrilogie „Fifty Shades of Grey“ zu sehen ist. 

Damit ist Dakota Johnson nun bekannter als ihre Eltern, die früheren Schauspielsuperstars Melanie Griffith („Die Waffen der Frauen“) und Don Johnson („Miami Vice“). Sie gaben ihrer Tochter für die freizügige Rolle volle Rückendeckung.

Volle Unterstützung der Eltern
„Aufgepasst Welt! Hier kommt sie!!!“, begeisterte sich Griffith als „stolze Mutter“ in einem Tweet, als die Rolle 2013 an ihr „schönes Kind“ vergeben wurde.

Um bekannter als Arnold Schwarzenegger zu werden, muss Patrick Schwarzenegger hingegen noch viel arbeiten. Doch, warum nicht. Der fesche 24-Jährige hat die besten Voraussetzungen. Bei der Wien-Premiere seines Films „Midnight Sun“ sagte er, seinem Vater verdanke er gute Vorsätze, vor allem, dass man sich über seine Ziele klar sein und sich auf diese konzentrieren sollte. Durch ihn sei er außerdem früh mit dem Beruf des Schauspielers in Berührung gekommen.

„Schauspielen war etwas, das ich immer geliebt habe, und von dem ich gewusst habe, dass ich es tun will“, erklärte Schwarzenegger junior, der nebenbei auch als Model und Unternehmer tätig ist. Sein Dad, der eine Karriere als Bodybuilder, Schauspieler und Politiker hinlegte, habe ihm sowohl für das Schauspielen als auch für die Durchsetzung seiner wirtschaftlichen Interessen gute Ratschläge gegeben. So hat er etwa das Kleidungs-Unternehmen Project360 mit Fokus auf wohltätigen Zwecken gegründet.

Gemeinsam vor der Kamera
Ein berühmter Nachname kann das Sprungbrett für die Karriere sein, vor allem, wenn die Eltern gemeinsam mit ihren Sprösslingen auftreten. Will Smith spannte Willow und Jaden, seine Kinder mit Schauspielerin Jada Pinkett, schon früh für Dreharbeiten ein. Mit sieben Jahren mimte Willow (jetzt 17) in „I Am Legend“ seine Leinwandtochter. Mit neun war Sohn Jaden (jetzt 19) neben ihm in „Das Streben nach Glück“ (2007) zu sehen.

„Es ist wunderbar, dass meine Kinder schauspielern wollen - damit kann ich ihnen doch am meisten helfen“, schwärmte Smith bei der „I Am Legend“-Premiere in Berlin. Auch für „After Earth“ stand das Vater-Sohn-Gespann vor der Kamera, erntete dafür aber 2014 den Spottpreis „Goldene Himbeere“ als schlechtestes Leinwandpaar. Als „Karate Kid“ hatte Jaden zuvor - ohne Daddy - mehr Erfolg.

Wie aus dem Gesicht geschnitten
Mamie Gummer (34) ist die Abstammung sofort anzusehen. Sie ist der Oscar-Preisträgerin Meryl Streep wie aus dem Gesicht geschnitten. Das habe ihrer eigenen Karriere zu schaffen gemacht, räumte die Älteste der drei Streep-Töchter in Interviews ein. Sie habe nie unerkannt für Rollen vorsprechen können. Doch ihr Talent konnte sie zuletzt in der Tragikomödie „Ricki - Wie Familie so ist“ (2015) beweisen - an der Seite von Streep. Zusammen glänzen sie als entfremdetes Mutter-Tochter-Duo. Ebenfalls als Schauspielerin erfolgreich ist ihre Schwester Grace Gummer. Die 31-Jährige spielte unter anderem in der Kultserie „Mr. Robot“.

Ebenfalls als Serienstar startet Sosie Bacon durch. Die 26-jährige Tochter von Kevin Bacon und Kyra Sedgwick hat bei der viel diskutierten Netflixserie „Tote Mädchen lügen nicht“ mitgewirkt und ist derzeit auf Sky als Tochter von Tim Robbins und Holly Hunter in der Serie „Here and Now“ zu sehen.

Auch Colin Hanks („Jumanji: Willkommen im Dschungel“) kämpfte lange für ein eigenes Image. Der 40-jährige Sohn von Oscar-Preisträger Tom Hanks grenzte sich bewusst von dem Nice-Guy-Image seines Vaters ab. In der US-Fernsehserie „Dexter“ spielte er einen Serienmörder. Er freue sich, den Menschen ein bisschen Angst zu machen, sagte er im Interview mit der „Los Angeles Times“.

Berühmter Nachnahme als Last
Ihre berühmten Nachnamen sind auch für Max Irons (32, „Die Frau in Gold“) und Scott Eastwood (31) eine zweischneidige Sache. In Interviews werde er immer nach seinem Dad gefragt, klagte der Sohn des britischen Stars Jeremy Irons in der Zeitung „The Independent“. Er laufe zudem Gefahr, mit Günstlingswirtschaft in Verbindung gebracht zu werden. Einen gemeinsamen Dreh mit seinem Vater könne er sich jedenfalls nicht vorstellen.

Er habe hart an seinem Hollywood-Erfolg gearbeitet, stellte Scott Eastwood im Februar im Interview mit dem Entertainmentdienst „Yahoo7 Be“ klar. Es war sein eigenes Verdienst, nicht das seines legendären Vaters Clint Eastwood, erklärte der Promisohn. Selbst für seine ersten kleinen Rollen in den Eastwood-Filmen „Flags of Our Fathers“ und „Gran Torino“ habe er bei seinem Vater vorsprechen müssen. „Ich glaube, er mag mich nicht in seinen Filmen“, witzelte Scott in der Talkshow von Conan O‘Brien. Doch nun geht es längst ohne Daddy. Nach seiner Hauptrolle in dem Liebesfilm „Kein Ort ohne dich“ (2015) und kleineren Auftritten in „Snowden“, „Suicide Squad“ und „Fast & Furious 8“ trumpft Eastwood Jr. nun an der Seite von „Star Wars“-Darsteller John Boyega in dem Actionstreifen „Pacific Rim: Uprising“ auf.

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