Schule als Versteck

Wettcafé-Dieb für 17 weitere Coups verantwortlich

Kärnten
22.10.2009 10:35
17 Einbrüche und Einbruchsversuche gehen auf das Konto jenes Klagenfurters (37), der in der Nacht auf Sonntag in ein Wettcafé eingebrochen war. Das haben nun die Ermittlungen der Polizei ergeben. Der Arbeitslose war von einem aufmerksamen Nachbarn überführt worden, der merkwürdige Klopfgeräusche gehört und die Polizei alarmiert hatte. Der Seriendieb hatte sogar regelmäßig in einer Schule übernachtet.

Der arbeitslose Klagenfurter hatte bei seinen Coups in Schulen, Kindergärten, Firmen und Bürohäusern Geld, Computer, Kameras und Videogeräte gestohlen. Außerdem behob er mit einer gestohlen Kreditkarte Geld in Klagenfurt und Wien. Die Beamten konnten im Zuge der Ermittlungen auch Diebsgut sicherstellen.

Der 37-Jährige hatte auch den Schlüssel zu einer Schule gestohlen und dort regelmäßig übernachtet, ohne dass die Betreiber es bemerkten. Die Polizeibeamten konnten in seinem Versteck neben zwei gestohlenen Computern auch eine gestohlene Faustfeuerwaffe sicherstellen.

Nachbar bemerkte Klopfen
Aufgeflogen war der Seriendieb, weil er bei seinem Einbruch in das Klagenfurter Wettcafé mit einem Schraubenzieher die Spielautomaten aufzuknacken versuchte. Doch ein aufmerksamer Nachbar hatte die Klopfgeräusche gehört und Alarm geschlagen. Noch ehe sich der Einbrecher mit seiner Beute aus dem Staub machen konnte, waren die Beamten schon am Tatort.

Rasch kroch der Arbeitslose noch in einen Küchenblock, wo ihn die Beamten dann unter dem Waschbecken zusammengekauert fanden. „Er ließ sich widerstandslos festnehmen.“ Da bei ihm neben dem Einbruchswerkzeug auch 2.750 Euro gefunden wurden, gab es an der Täterschaft wenig Zweifel.

Der entstandene Schaden aller Einbrüche beträgt nach derzeitigen Ermittlungsstand rund 50.000 Euro. Der Mann wurde in die Justizanstalt Klagenfurt eingeliefert.

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