So würden nun alle rechtlichen Schritte geprüft und der EU-Kommission eine Beschwerde übermittelt. Es gebe schließlich berechtigten Anlass zur Sorge, dass die Slowakei das UVP-Verfahren nicht EU-konform umsetze. Und die Bundesregierung solle als nächsten Schritt ein Vertragsverletzungsverfahren einleiten, forderte Sima.
"Uralt-Reaktor quasi vor der Haustüre"
Alle Einsprüche würden nun an Umweltminister Niki Berlakovich übergeben, der sie den slowakischen Behörden übermitteln werde. Auch solle der ÖVP-Politiker bei seiner italienischen Amtskollegin Österreichs Position vertreten, forderte Sima, zumal der italienische Enel-Konzern Mehrheitseigentümer des slowakischen Energieversorgers SE ist: "Es kann nicht sein, dass Italien uns einen Uralt-Reaktor quasi vor die Haustüre stellt", wetterte Sima.
Rückzug des Baukonzerns Strabag gefordert
Auch GLOBAL-2000-Sprecher Jens Karg forderte bei der Bekanntgabe der Zahlen vor Journalisten: "Die zahlreichen Einwendungen sind ein klarer Auftrag an die österreichische Politik, alles zu tun, um das gefährlichste Kraftwerksprojekt Europas zu Fall zu bringen." Greenpeace-Kampagnenleiter Steffen Nichtenberger verlangte überdies den Rückzug österreichischer Firmen von dem Ausbauprojekt, allen voran des Baukonzerns Strabag.









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