Sa, 23. März 2019
04.10.2009 23:02

Pleite-Stadt

Neuwahl in Trieben: SPÖ siegt trotz 30 Mio. Euro Schulden

Mit einem Minus von rund 17 Prozentpunkten hat die SPÖ in der obersteirischen Stadt Trieben einen nicht unerwarteten Verlust hinnehmen müssen, kann aber weiter regieren. Den Roten wird die Verantwortung für die Finanzmisere zugeschrieben, die zu der außertourlichen Gemeinderatswahl am Sonntag geführt hat. Trieben hatte einen Schuldenberg von 30 Millionen Euro angehäuft, daraufhin übernahm ein Regierungskommissär die Amtsgeschäfte.

Die Sozialdemokraten hielten mit knapp 60 Prozent die absolute Mehrheit und werden mit Helmut Schöttl künftig wieder den Bürgermeister stellen. Die SPÖ kam auf 1.372 (2005: 1.817) Stimmen und 13 Mandate (minus vier Mandate), die ÖVP auf 589 (432) Stimmen und fünf Mandate, die FPÖ 145 (93) Stimmen und ein Mandat und die neu kandidierende Bürgerliste PULT auf 228 Stimmen und zwei Mandate. Die Wahlbeteiligung lag bei 79 Prozent.

30 Millionen Euro Schulden
Vor knapp einem Jahr war der Gemeinderat wegen Misswirtschaft ab- und ein Regierungskommissär eingesetzt worden. Unter dem SPÖ-Gemeindeoberhaupt - der Ortschef schied 2007 freiwillig aus dem Leben - hatte sich ein Schuldenberg von 30 Millionen Euro angehäuft.

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