Nach den Vorstellungen von Häupl, aber auch von SPÖ-Bundesgeschäftsführer Kräuter wäre ein eigenes Integrationsressort innerhalb der Bundesregierung deshalb wichtig, weil Innenministerin Fekter offensichtlich zu sehr mit der Kriminalitätsbekämpfung beschäftigt sei und deshalb die Integration von Ausländern zu kurz komme.
Kanzler Faymann lehnte gestern diesen Häupl- und Kräuter-Vorstoß allerdings ab. Faymann zur „Krone“: „Ich habe Sparsamkeit versprochen, und dabei bleibt es – es wird kein eigenes, neues Integrationsressort geben. Was allerdings möglich wäre, ist, dass Integrationsfragen vom Innenministerium an ein anderes Ressort delegiert werden.“
Häupl rudert zurück
Mit dieser Faymann-Äußerung konfrontiert, ließ Häupl wissen, dass es ihm nicht um ein neues Ressort gehe. Allerdings wolle er weiterhin, dass sich die Regierung mehr um Integration von Ausländern kümmere, egal, wer dafür dann zuständig sei. Details würden er, Häupl, und Faymann, Anfang der Woche unter vier Augen besprechen.
Kalte Abfuhr von der ÖVP
Von der ÖVP wurde diesen Überlegungen in der SPÖ prompt eine kalte Abfuhr erteilt. Generalsekretär Kaltenegger sprach sich einerseits gegen ein Aufblähen des Regierungsapparats aus und verwies andererseits darauf, dass Integrationsfragen bei Ministerin Fekter in guten Händen seien.
In Richtung Häupl sagte Kaltenegger, dieser könne nicht Wiener Probleme mit Zuwanderung von Ausländern und deren Integration auf den Bund abschieben.
von Peter Gnam, Kronen Zeitung









Kommentare
Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.
Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.
Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.