"Krone" INOFFIZIELL

Zwist um geplante Sonderbriefmarke mit Haider-Motiv

Kärnten
02.10.2009 01:12
Auch wenn die Landesschulden dramatisch ansteigen – der 90. Jahrestag der Volksabstimmung 2010 soll groß gefeiert werden. So einigte man sich im Landtag auf die Durchführung eines Landesfestzugs in Klagenfurt. Gegen die Verteilung von Fahnen an die Bevölkerung legt sich die SP aber ebenso quer wie gegen Sonderbriefmarken über Persönlichkeiten, welche die Geschicke des Landes geprägt haben.

Nachdem dem BZÖ dazu nur Arthur Lemisch, Ludwig Hülgerth, Hans Steinacher, Martin Wutte, Friedrich Perkonig und Jörg Haider eingefallen sind, ist der Widerstand der Genossen verständlich. Zumindest Leopold Wagner hätte sich eine ehrende Erinnerung verdient. Wenn schon nicht als roter Landesfürst, dann wenigstens als Haiders Lehrmeister...

SPÖ-Duell: Gerhard Mock gegen Reinhart Rohr
Übrigens: Wenn zwei Genossen bei Wahlen grandios durchfallen, heißt es noch lange nicht, dass sie die gleichen Konsequenzen ziehen. Der Oberösterreicher Erich Haider ist zurückgetreten. Der Kärntner Reinhart Rohr bleibt dabei, die Niederlage vom März auszusitzen. Schließlich sei er als Parteichef nach dem Rücktritt von Gaby Schaunig kurzfristig eingesprungen, sein oberösterreichischer Kollege hätte dagegen zwei Mal kandidiert.

Die Kritik des St. Veiter Bürgermeisters Gerhard Mock (Bild links) an den Parteioberen – „Es geht ihnen nur ums Geld!“ – interessiert Rohr nicht weiter: „Das ist nichts Neues, das sagt er teilweise schon seit 20 Jahren.“ Vielleicht wäre es aber angesichts des stetigen Verlustes an Wählerstimmen in diesen zwei Jahrzehnten sinnvoll gewesen auf Mock zu hören.

Rohr: „Seine Kritik hat uns auch nicht weitergebracht.“ Er ziehe jetzt das Projekt durch, die SP fit für die Zukunft zu machen: „Jeder ist eingeladen, mitzuarbeiten anstatt zu kritisieren.“

Mock fordert mehr Einsatz von Parteigranden
Mock legt noch ein Schäuferl nach. Er hält seinen Parteigranden vor, dass sie mithelfen würden, Kärnten von Bundesseite her finanziell auszuhungern. „Wir stellen den Kanzler. Da hat die Kärntner SP selbstverständlich mit ihm zu reden, um Geld nach Kärnten zu bringen“, wettert Mock. „Aber es gibt null Kontakt zu unseren  Bundespolitikern. Dabei müsste die Landesregierung geschlossen nach Wien fahren, um die Bundesregierung zu zwingen, etwas für Kärnten zu tun.“

Auszüge aus der Krone-Serie "Inoffiziell" von Waltraud Dengel

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