Im internen Graz-AG-Papier zum Wasserkraftwerk Stübing ist die Rede von möglichen Auswirkungen auf das Wasserwerk Friesach, das 40 Prozent des Grazer Wasserbedarfs deckt. Die Grundwasserqualität könnte leiden, heißt es.
Naturschutzbund, WWF und Grüne sehen auch eine Gefährdung des Wasserwerks Feldkirchen – und zwar durch das Kraftwerk Gössendorf. Andrea Pavlovec-Meixner, Grün-Gemeinderätin: "Feldkirchen ist die wichtigste Trinkwasserreserve für Graz."
Graz AG: "Die wichtigsten Wasserexperten eingebunden"
Laut Graz AG wurden im Zuge der Planungsarbeiten und der Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP) die Vorbehalte aus dem Jahr 2008 längst ausgeräumt. In einer Stellungnahme heißt es: "Der Bundesumwelt-Senat hat grünes Licht für Gössendorf und Kalsdorf gegeben. Im Zuge der zwei Jahre dauernden UVP waren die wichtigsten Wasserexperten des Bundes und des Landes tätig. Zusätzlich gibt es Hochwasserschutzmaßnahmen."
Anschuldigungen politisch motiviert?
Die Graz AG vermutet, dass die Anschuldigungen nicht fachlich, sondern rein politisch motiviert wären. Naturschutzbund, WWF und auch die Grünen verlangen dennoch einen Stopp für alle fünf geplanten Kraftwerksprojekte entlang der Mur. Pavlovec-Meixner: "Die Millionen, die die Kraftwerke kosten, wären in Energiesparmaßnahmen sinnvoller investiert."
von Gerald Richter, "Steirerkrone"
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