30.12.2017 10:00 |

Niki-Betriebsratschef:

„Für 750 Mitarbeiter geht's auf jeden Fall weiter“

Niki-Betriebsratschef Stefan Tankovits sieht den Verkauf der insolventen früheren Air-Berlin-Tochter an den britisch-spanischen Luftfahrtkonzern IAG sehr positiv: "Unter den Umständen war es die beste Lösung", sagte Tankovits am Samstag. "Jetzt haben wir die Information, dass es für 750 Mitarbeiter von 1000 auf jeden Fall weitergeht." Es könnten auch mehr Mitarbeiter werden.

"Wir werden da auch langfristig mehr Perspektiven haben", erklärte der Personalvertreter im Ö1-"Morgenjournal". Die große Frage sei nun, ob die Arbeitsplätze auch in Österreich bleiben. In Vorgesprächen habe sich IAG zu Österreich bekannt. Tankovits sieht "für die Bodenmitarbeiter gute Chancen". Was das fliegende Personal betrifft, würden die Standorte weiterhin in Deutschland sein, auch in Österreich. Das müsse geklärt werden, ebenso ob es einen Betriebsübergang geben werde.

IAG hatte für Mitarbeiter und Gläubiger „das beste Angebot“
Befürchtungen von Airline-Gründer Niki Lauda in Richtung Zerschlagung oder Bankrott der Fluglinie teilte der Betriebsratschef nicht. "Diese Behauptungen waren absolut substanzlos. Wie man sieht, ist das Konzept, das Geschäft so gut wie möglich, so integrativ wie möglich zu erhalten." Das Angebot von IAG sei "das beste Angebot" gewesen, "was den Kaufpreis für die Gläubiger betrifft als auch für die Mitarbeiter", betonte Tankovits.

„Gibt rundherum sehr gute Jobchancen für fliegendes Personal“
Allerdings macht sich Tankovits offenbar um die restlichen Mitarbeiter nicht allzu große Sorgen: "Es gibt rundherum sehr gute Jobchancen für fliegendes Personal. Ich denke unterm Strich, mit Abgängen, die es auch schon gibt teilweise, wird sich das ganz gut ausgehen." Die Gehälter würden laut Zusage bis Ende Februar gezahlt. Tankovits geht davon aus, dass Niki nicht vor März wieder fliegt. Davor müssten die IT-Verkaufssysteme umgestellt werden.

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