Der finanziell angeschlagene FC Kärnten fordert von seinem "großen Bruder" rund vier Millionen Euro. Austria Kärnten hatte 2007 im Zuge seiner Übersiedlung von Pasching nach Klagenfurt unter anderem die Nachwuchs-Akademie und den Hauptsponsor, Kelag, des FC Kärnten übernommen. "Wir haben gegenüber dem FC Kärnten alle Punkte erfüllt", wehrte sich Austria Präsident Mario Canori am Montag in einer Pressekonferenz gegen die Forderungen.
FCK klagt "großen Bruder" SK Austria Kärnten
FC Kärnten-Präsident Josef Steindorfer agiere im Zusammenhang mit der Klage mit "Unterlagen, die nicht existieren oder gefälscht sind", sagte Canori. Steindorfer seinerseits hatte Canori vorgeworfen, den FCK "killen" zu wollen.
Problem Infrastruktur
Aber auch die Infrastruktur im EM-Stadion macht Canori zu schaffen. Etwa die Hälfte aller Drehkreuze an den Eingängen wurde nach der EURO abgebaut. "Ich habe keine Ahnung, warum das geschehen ist", meinte der Präsident. Nun seien wieder Warteschlangen vor Spielbeginn zu befürchten. Canori rechnet trotzdem mit 15.000 Zuschauern zur Heimpremiere am Mittwoch.
Weiters fühlt sich der ehemalige BZÖ-Vizebürgermeister von Klagenfurt "von einer Allianz der Zerstörer verfolgt". So werde auf potenzielle Sponsoren "politischer Druck" ausgeübt, nicht in das Fußballgeschäft einzusteigen. "Und das wird bis zur Landtagswahl sicher nicht leichter", sagte Canori.
Endlich wieder Training im Stadion
"Ich bin froh, dass wir endlich unsere Heimstätte benutzen dürfen", erklärte Trainer Frenkie Schinkels unterdessen. Er habe aber für das Dienstagtraining die Auflage erhalten, nicht in den Strafräumen zu trainieren. Der Klagenfurter Rasen wurde durch das Grönemeyer-Konzert am 18. Juli in Mitleidenschaft gezogen. "Wie soll ich jetzt Standards trainieren? Da gibt es wohl Leute, die glauben man kann einen Eckball von der Ersatzbank aus schießen", sagte Schinkels.
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