Fr, 24. November 2017

8 Tote in Manhattan

01.11.2017 20:07

Terrorbestie stolz auf Blutbad auf Radweg

Der 29-jährige Sayfullo Saipov hat am Dienstagabend in New York acht Menschen getötet. Der Usbeke raste in Manhattan mit einem gemieteten Kleinlastwagen über einen Radweg und überfuhr bzw. rammte Fußgänger und Radfahrer. Er wurde angeschossen und musste operiert werden. Den Anschlag, so die Erkenntnisse der Ermittler, hatte der Attentäter im Namen der Terrormiliz Islamischer Staat verübt und über Wochen vorbereitet. Der Usbeke soll laut einem Ermittler stolz auf seine Tat sein.

Nach ersten Erkenntnissen habe Saipov den Anschlag mehrere Wochen lang geplant, sagte Polizeisprecher John Miller am Mittwoch in New York. Dabei habe der 29-Jährige im Namen des IS gehandelt. Am Tatort wurde ein Schriftstück in arabischer Sprache gefunden, in dem sich der Usbeke auf die Terrormiliz berufen habe. Laut Miller war der 29-Jährige den Ermittlungsbehörden bis zu dem Anschlag nicht aufgefallen. Allerdings berichtete die "New York Post", der Usbeke sei 2015 vom FBI im Zuge von Terrorermittlungen gegen andere Verdächtige befragt worden.

Laut US-Medienberichten konnten Ermittler bereits am Mittwoch mit dem Attentäter sprechen. Details der Befragung drangen bislang nicht an die Öffentlichkeit, ein Ermittler wurde aber vom Nachrichtensender ABC News mit den Worten zitiert, Saipov scheine stolz auf seine Tat zu sein.

So tötete die Terrorbestie acht Menschen
Der Vorfall ereignete sich im Südwesten Manhattans. Auf Höhe der West Houston Street raste der 29-Jährige mit einem gemieteten weißen Pick-up-Truck auf einen Fußgänger- und Fahrradweg, wo er etwa 20 Straßenblocks weit kam. Auf Höhe der Chambers Street kollidierte der Truck vor einer Highschool mit einem Schulbus und kam zum Stehen.

Die Route des Terroristen:

Im Video: Der Radweg direkt nach dem Anschlag

Der Fahrer stieg aus und rief "Allahu Akbar", arabisch für "Gott ist groß", wie die Polizei bestätigte. Dann hielt er zwei Waffen hoch, die sich später als eine relativ ungefährliche Paintballpistole und ein Luftdruckgewehr herausstellten.

"Er hat eine Pistole!"
"Ich habe Schüsse gehört und dann hat es auch danach gerochen", sagt John Williams, der während des Vorfalls ganz in der Nähe mit seinem Skateboard auf dem Weg zu einem Skaterpark war. "Zwei Frauen mit Kindern sind auf mich zugerannt, jemand schrie: 'Er hat eine Pistole!'"

"Ich sah einen Mann auf dem Boden liegen, mit dem Gesicht nach unten. Es sah aus, als sei er erschossen worden. Ein anderer Mann wurde gerade festgenommen", sagte der 22-Jährige der Deutschen Presse-Agentur.

"Niemand wusste, was los war"
Ezequiel Gonzalez war auf der anderen Straßenseite, als der Vorfall passierte. "Ich hörte Geräusche, es klang wie von einem Auto", sagte der 18-Jährige. "Dann sah ich, wie die Menschen reagierten. Es gab viel Verwirrung, niemand wusste, was los war. Die Vorderseite des Autos war eingebeult, überall waren Trümmer und Müll."

Notiz mit IS-Bekenntnis im Wagen
Der US-Nachrichtensender CNN meldete unter Bezug auf eine Polizeiquelle, in dem Fahrzeug sei eine auf Englisch verfasste Notiz gefunden worden. In ihr habe es geheißen, die Tat sei im Namen des IS verübt worden. Andere Medien hatten von einer arabischen Notiz berichtet.

Täter angeschossen und festgenommen
Ein Polizist schoss dem Mann in den Bauch. Der Verletzte wurde festgenommen, in eine Klinik gebracht und operiert. Die Behörden gehen von einem Einzeltäter aus. Der Tatort wurde abgesperrt, Polizei und Feuerwehr waren vor Ort, Hubschrauber kreisten über der Gegend. Auf den Straßen stauten sich Tausende von Fahrzeugen. Wegen des Halloween-Fests waren zudem deutlich mehr Menschen unterwegs als sonst.

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