Mo, 23. Oktober 2017

"Unentschuldbar"

10.10.2017 08:21

Hollywoodstars über Weinstein-Affäre „entsetzt“

Oscarpreisträgerin Meryl Streep (68) hat mit Entsetzen auf die "beschämenden Nachrichten" über angebliche sexuelle Übergriffe des Hollywoodmoguls Harvey Weinstein (65) reagiert. "Die furchtlosen Frauen, die ihre Stimmen erhoben haben, um diesen Missbrauch zu enthüllen, sind unsere Heldinnen", sagte die Schauspielerin am Montag in einer Stellungnahme via "Huffington Post". Und sie ist nicht der einzige Hollywoodstar, der nach dem Sex-Eklat seine Stimme erhebt.

Sie und andere, die mit Weinstein zusammengearbeitet hätten, seien "entsetzt" über die Enthüllungen. Streep, die mit der Weinstein Company mehrere Filme drehte, erklärte aber, sie selbst habe von den Vorwürfen nichts gewusst. Sie sei von Harvey Weinstein stets "respektvoll" behandelt worden. Das Verhalten des Filmmoguls sei "unentschuldbar", der Missbrauch von Macht sei aber weit verbreitet.

Clooney: "Es ist unverzeihlich"
George Clooney meldete sich nach den Sex-Enthüllungen rund um den Starproduzenten ebenfalls zu Wort, erklärte "Daily Beast": "Es ist unverzeihlich. Das ist das einzige Wort, mit dem man anfangen kann. Harvey hat es zugegeben und das ist unverzeihlich. Ich kenne Harvey seit 20 Jahren. Wir hatten Dinner zusammen, wir waren zusammen beim Dreh, wir haben uns gestritten. Aber ich kann euch sagen, dass ich diese Art von Verhalten nie gesehen habe … nie."

Man habe im Business allerdings schon länger darüber gemunkelt, so Clooney weiter. "Ich habe Gerüchte gehört und diese Gerüchte fingen in den Neunzigern an. Es ging darum, dass bestimmte Schauspielerinnen mit Harvey geschlafen haben, um eine bestimmte Rolle zu bekommen. Es schien mir wie ein Weg, den Ruf dieser Schauspielerinnen zu beschmutzen und sie zu erniedrigen, indem man sagte, dass sie die Jobs nicht wegen ihres Talents bekommen haben, also genoss ich diese Gerüchte mit Vorsicht."

Lawrence und Winslet geschockt
"Ich war beunruhigt, als ich von Harvey Weinsteins Verhalten gehört habe", distanzierte sich nun auch Jennifer Lawrence, die mit dem Hollywoodmogul für ihre Oscarrolle in "Silver Linings" zusammengearbeitet hatte, im Interview mit "Variety" von Weinstein. "Diese Art von Missbrauch ist unverzeihlich und absolut erschütternd." Sie selbst habe jedoch nie schlechte Erfahrungen mit dem 65-Jährigen gemacht.

Kate Winslet nannte Weinsteins Verhalten in einem Statement "ohne Frage schändlich und entsetzlich". Zudem gestand sie: "Ich habe immer gehofft, dass diese Art von Geschichten nur erfundene Gerüchte seien, aber vielleicht waren wir alle einfach nur naiv."

Auch Judi Dench distanzierte sich von Weinstein
Auch die britische Schauspielerin Judi Dench (82, "Philomena") distanziert sich von Weinstein. In einem Statement offerierte sie "Unterstützung von ganzem Herzen" für diejenigen, die sich über das Verhalten des Produzenten beschwert haben. Weinstein habe ihre Karriere in den vergangenen 20 Jahren gefördert. Sie sei aber "komplett ahnungslos" gewesen, was die Vorwürfe angehe, die "natürlich fürchterlich" seien.

Rose McGowan patzte Affleck und Damon an
Unterdessen beschuldigte Rose McGowan, die nach einem Übergriff Weinsteins Ende der 90er mit 100.000 Dollar Abfindung zum Schweigen gebracht wurde, unter anderem Matt Damon, jahrelang die Augen verschlossen zu haben. "Hey Matt Damon", schrieb sie auf Twitter. "Wie fühlt es sich an, ein rückgratloser Geschäftemacher zu sein, der seinen Mund hält?"

Aber auch Ben Affleck und sein Bruder Casey kriegten ihr Fett weg: "Ben Affleck, Casey Affleck, wie ist euer Morgen, Jungs?" Sowohl Damon als auch die Affleck-Brüder verdanken Harvey Weinstein ihren unglaublichen Erfolg in Hollywood. Der Starproduzent war es nämlich, der sich für "Good Will Hunting", für den Affleck und Damon das Drehbuch schrieben und der mit zwei Oscars ausgezeichnet wurde, eingesetzt hatte.

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Redaktion
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