Das freie Wort

Ist Flüchten die Lösung?

Die immer wieder erscheinenden Bilder von flüchtenden Menschen zu Lande und zu Wasser führen irgendwie zur Ansicht, ob das „Davonlaufen“ aus ihren Ländern eine Lösung für die anstehenden Probleme sein kann. Natürlich sind diese Menschen verzweifelt und sehen in den Medien, wie es anderswo auf der Welt schöner, friedlicher und geordneter zugeht. Aber bei all dem Leid, das in den betroffenen Ländern herrscht, muss man diesen Menschen irgendwie klar machen, dass diese Probleme nur von ihnen selber gelöst werden können. Man fragt sich ja ohnehin, was in diesem Zusammenhang die UNO tut; von dieser Ecke hört man rein gar nichts, was dieser traurigen Situation dienlich sein könnte. Aber all jene, die meinen, die vielen Flüchtlinge einfach hierzulande aufnehmen zu können, mögen diesen Gedanken einfach mal zu Ende denken. Dann würden sie nämlich draufkommen, dass das schlichtweg nicht möglich ist. Auch in unserer Heimat hatten wir vor langer Zeit ähnliche Zustände, aber die wenigsten sind davongelaufen. Nein, die klügsten Köpfe haben sich zusammengetan und versucht, Frieden zu stiften; mit den Möglichkeiten, die eben zur Verfügung standen. Genau das sollten die Menschen in den kriegsführenden Ländern heute auch tun. Und nicht davonlaufen, weil es anderswo besser und schöner ist. Ich kann verstehen, niemand flüchtet zum Spaß aus seinem Land. Doch Davonrennen ist keine Lösung, und das packen wir bei den Zahlen an Flüchtlingen und denen, die es noch werden, nicht. Diplomatische und humanitäre Hilfe vor Ort wären die einzig hilfreichen Lösungsansätze, und dafür scheint mir die UNO zwingend gefordert! Denn – wozu braucht es diese Institution, wenn nicht dafür.?

Hermann Edelhauser, Niedersulz

Erschienen am Sa, 3.7.2021

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