Für uns Schauspieler und für mich auch als Autor ist Sprache das tägliche Brot. Geschrieben und gesprochen. Der Sprach- und Sprechkrampf, der seit einiger Zeit über unsere Köpfe auf sprachlich höchst undemokratische Weise gestülpt wird, ist unerträglich bis dümmlich und häufig sogar lächerlich. Wohlgemerkt, dort, wo es angebracht ist, beide Formen zu verwenden, aus Höflichkeit oder zur Klärung eines Sachverhalts, macht es durchaus Sinn, so wie auch bisher. Nur, Moderatoren mit Gender-Schluckauf – unter Verwendung des „stimmlosen glottalen Plosivs oder Glottisschlags“ (ORF-Erklärung) – verletzen mein natürliches Empfinden für unsere schöne Sprache. Wäre ich während meiner Ausbildung am Max Reinhardt Seminar in der Sprach- und Sprecherziehung damit konfrontiert gewesen, (und einer solchen absurden Ausformulierung) hätten wir uns mit Händen und Füßen dagegen gewehrt. Gut, man könnte ja sagen, das Ganze juckt mich nicht, wird einfach überlesen, oder überhört – ein Standpunkt, den eine überwältigende Mehrzahl in der Bevölkerung sicherlich teilt. Wenn dann allerdings diktatorisch eine Deutschschularbeit wegen „Nicht-Gendern“ schlechter beurteilt wird, hört sich der Spaß auf. Urheber und, ja, in diesem Fall auch Urheberinnen gehören dafür vor den Vorhang und an den medialen Pranger! In Zeiten, in denen es ohnehin schwerfällt, unsere Kinder zum Lesen von Büchern zu bewegen, wird ihnen schon in den Deutsch-Lehrbüchern durch unleserliches „Gender-Gaga“ die Lust daran genommen. Geschlechter-Geschwurbel zur Potenz! Noch ein Postskriptum zum Thema „substantiviertes Präsenspartizip“. Goethe macht es an einer Stelle deutlich: Der „Studierende“ ist der, der studiert; in Auerbachs Keller aber ist er der „Student“, der dort sitzt. Eigentlich ganz einfach, oder?
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