Man kann Dr. Tassilo Wallentin und der „Krone“-Chefredaktion nicht genug danken, dass das Thema des stetig voranschreitenden Flächenfraßes in unserem Land immer wieder und konsequent präsentiert wird – zuletzt in der „Krone bunt“-Ausgabe vom 21. 2. Nur dadurch wird der österreichischen Bevölkerung zunehmend bewusst gemacht, wie sehr unüberlegte und kurzsichtige politische Entscheidungen den eigenen Ast, auf dem wir alle sitzen, ständig weiter ansägen. Eine der Forderungen Dr. Wallentins sollte besonders rasch und noch möglichst während dieses Jahres politisch umgesetzt werden: nämlich jene, welche den Gemeinden sofort und unbefristet die Raumordnungskompetenz entzieht. Mindestens 50 Jahre unkontrollierte Verbauung des Landes, verursacht durch mangelnden Weitblick diversester nur auf finanzielle Einnahmen fokussierte Bürgermeister und Gemeinderäte, muss endlich ein Ende haben. Die weitere Nutzung der noch unverbauten Staatsflächen Österreichs hat eine Bundesangelegenheit zu werden und sollte von einer einzigen für Raumordnungskonzepte zuständigen Bundesagentur betreut werden. Überdies sollte auch ein groß angelegtes nationales Rückbaukonzept angedacht werden, welches viele vollkommen unnötige Verbauungen der vergangenen Jahre (Stichwort Geister-Businessparks, halb leere Mega-Shopping-Malls) rückgängig machen und diese Flächen wieder an die Natur übergeben soll. Unsere Nachkommen haben derartige Schritte mehr als verdient.
Martin Krämer, per E-Mail
Erschienen am Mo, 22.2.2021
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