06.01.2008 17:20 |

Heftiges Unwetter

Gouverneur Schwarzenegger ruft Notstand aus

Nach heftigen Schnee- und Regenfällen in Kalifornien hat Gouverneur Arnold Schwarzenegger am Samstag in einigen Bezirken des Westküstenstaates den Notstand ausgerufen. Von dem seit Freitag tobenden Unwetter gehe eine "extreme Gefahr" aus, sagte Schwarzenegger. Hunderttausende Menschen waren zeitweise ohne Strom, nachdem orkanartige Windböen Strommasten umwarfen. Meterhohe Schneewehen brachten den Verkehr in der Sierra Nevada stellenweise zum Erliegen. Tausende Anrainer haben im Süden des Landes vorsichtshalber ihre Häuser verlassen. Mehrere Menschen sind ums Leben gekommen.

Eine meterhohe eisige Flutwasserwand hatte sich am Samstag plötzlich über die Ortschaft Fernley bei Reno ergossen. Ein Bewässerungskanal, der durch den Truckee-Fluss gespeist wird, war eingebrochen. Einige Menschen wurden mit Hubschraubern und Booten in Sicherheit gebracht, berichtete der Sender CNN. Nach Behördenangaben stand das Wasser in den Häusern bis zu einem Meter hoch. Zuvor waren die Ausläufer des schweren Wintersturms in Kalifornien über die Region hinweg gezogen.

Mehrere Todesopfer
Eine 25-jährige Autofahrerin in Südkalifornien wurde in ihrem Fahrzeug von Wassermassen in den Tod gerissen. Ihr Begleiter, der sich mehrere Stunden an einen Baum klammerte, konnte nach einem Bericht der "Los Angeles Times" gerettet werden. Ein Arbeiter in Nordkalifornien wurde bei Aufräumarbeiten von herabstürzenden Ästen erschlagen. Mindestens drei tödliche Verkehrsunfälle werden auf die ungewöhnlich heftigen Stürme zurückgeführt.

Der kalifornische Gouverneur Arnold Schwarzenegger rief in einigen Bezirken des Westküstenstaates den Notstand aus. Damit machte er Gelder für rasche Hilfsaktionen frei. Von dem seit Freitag tobenden Unwetter gehe eine "extreme Gefahr" aus, sagte Schwarzenegger.

Noch immer Hunderttausende ohne Strom
Hunderttausende Menschen waren am Sonntag ohne Strom, nachdem orkanartige Windböen bereits am Freitag Strommasten umgeworfen hatten. Meterhohe Schneewehen brachten den Verkehr in der Sierra Nevada stellenweise zum Erliegen. Der Highway 80, eine wichtige Verkehrsader zwischen Sacramento und Reno, wurde bei dichtem Schneetreiben auf einer Länge von 150 Kilometern geschlossen.

Nach heftigen Regenfällen hatten mehrere tausend Anrainer in Südkalifornien vorsichtshalber ihre Häuser geräumt. Die Behörden warnten vor massiven Erdrutschen, vor allem in den Gebieten, die im Herbst von schweren Buschbränden heimgesucht worden waren.

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