09.12.2007 22:03 |

2:0-Heimerfolg

Meister Red Bull Salzburg schlägt den SV Ried

Meister Red Bull Salzburg hat am Freitagabend zum Auftakt der 22. Runde der Bundesliga Vizemeister SV Ried 2:0 besiegt. Die Tore erzielten Alexander Zickler (3. Minute) und Karel Pitak (91.).

Für die Innviertler begann das Kräftemessen denkbar schlecht. Nach einer herrlichen Maßvorlage von Ilic auf Steinhöfer servierte der Deutsche seinem Landsmann Zickler den Ball am silbernen Tablett - aus nur wenigen Metern schob dieser in der 3. Minute zum 1:0 und seinem 12. Saisontor ein.

Innviertler ohne Routinier Drechsel
Die Oberösterreicher, die erneut ohne den verletzten Mittelfeld-Routinier Drechsel auskommen mussten, reagierten gefasst, anstatt auf einen kopflosen Sturmlauf zu setzen. So kontrollierte die Trapattoni-Elf das Spiel, ohne aber im Strafraum eine klare Hoheit zu gewinnen. Zu verspielt, zu wenig auf den Endzweck ausgerichtet agierten die Gastgeber.

Ried versuchte sein Glück mit Forechecking und suchte mit weiten Vorlagen die Spitzen Akagündüz und Salihi. Die Ausbeute blieb hüben wie drüben bescheiden: Die Gäste hatten einen Brenner-Weitschuss an die Latte (19.) und einen fast perfekten Salihi-Fallrückzieher (42.) zu verzeichnen, Salzburg wurde durch Zickler, der sich nach einem Doppelpass mit Ilic den Ball per Fersler selbst vorgelegt hatte (36.), und Leitgeb (Freistoß in der 40. Minute) besonders gefährlich.

Salzburger vergaben viele Chancen
An der Salzburger Dominanz änderte sich auch nach Seitenwechsel nichts, im Gegenteil, Ried geriet sogar stärker unter Druck. Nur Schlussmann Hans-Peter Berger und die mangelhafte Chancenauswertung der Bullen bewahrte die in den letzten sechs Runden sieglosen Gäste vor einem höheren Rückstand. So war Berger bei einem Flachschuss von Jezek (50.) zur Stelle, rettete vor Leitgeb, der einen schweren Abwehrpatzer Rzasas ausgenützt hätte (55.), und entschärfte einen Jezek-Kofball nach Ilic-Flanke (60.).

Ried-Torhüter Berger schwer verletzt
In der 70. Minute musste Berger nach einem Infight mit Alexander Zickler, der bei einem Angriff zu spät zurückgezogen hatte, aber mit gebrochener Speiche und Elle im linken Arm vom Platz, Ersatzgoalie Gebauer kam zu seinem zweiten Saisoneinsatz. Auch Zickler zollte dieser Aktion Tribut, für den Torjäger, der eine Prellung am rechten Schienbein erlitt, brachte Trapattoni Janko.

Die ÖFB-Sturm-Hoffnung fand per Kopf prompt eine gute Gelegenheit vor und setzte den Ball in der 78. Minute nur knapp übers Tor. Die endgültige Erlösung bescherte den Salzburgern Karel Pitak erst in der Nachspielzeit: Nach einer zu kurzen Abwehr kam der erst zwölf Minuten zuvor eingewechselte Tscheche an den Ball, ließ Rzasa aussteigen und netzte vom Fünfer-Eck zum Endstand ein (91.).

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