In den USA ist angeblich das erste „designte“ Baby zur Welt gekommen. In das britische Kind wird die Hoffnung gesetzt, dass es seinem vier Jahre älteren Bruder Charlie das Leben retten könnte.
Charlie leidet an einer seltenen Form von Blutarmut,die nur mit täglichen Blutspenden und Medikamenten behandeltwerden kann. Der im Reagenzglas gezeugte Jamie soll seinem Brudernun das für ihn überlebensnotwendige Knochenmark spenden,durch das Charlie geheilt werden könnte.
Die Eltern der beiden konnten das Leid ihres erstenKindes nicht mehr mit ansehen. Allerdings haben die britischenBehörden die Auswahl eines im Reagenzglas gezeugten Embryosnach genetischen Gesichtspunkten verboten. Nach der britischenGesetzgebung ist die Auswahl künstlich befruchteter Embryonenvor ihrer Einpflanzung in den Mutterleib untersagt. Daraufhinsind die Eltern in die USA gereist und den kleinen Lebensretterin einer Klinik in Chicago zeugen zu lassen.
PID in Österreich verboten Bei dem britischen Baby Jamie Whitaker wurde diebislang in Österreich verbotene Präimplantationsdiagnostik(PID) eingesetzt, um seine Gene untersuchen zu lassen. Dabei werdenwenige Tage alte Embryonen nach einer künstlichen Befruchtungim Reagenzglas auf ihre Erbanlagen geprüft.
Für die Übertragung in die Gebärmutterder Frau werden schließlich nur diejenigen Embryonen ausgewählt,bei denen bestimmte Chromosomenstörungen oder Mutationenmit hoher Wahrscheinlichkeit ausgeschlossen werden können.So kann die Übertragung von Erbkrankheiten verhindert werden- oder wie im Fall von Jamie und Charlie jenes Embryo ausgewähltwerden, dessen Knochenmark zu hundert Prozent mit dem Immunsystemdes anderen übereinstimmt.
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