Wissenschaftler haben in Äthiopien die ältesten bislang bekannten Überreste des Homo sapiens entdeckt, die neue Rückschlüsse auf die Entwicklung des heutigen Menschen zulassen. Wie die US-Forscher berichten, untersuchten sie drei bereits 1997 gefundene Schädel im Alter von 154.000 bis 160.000 Jahren.
Es handle sich um die ältesten Überresteeines Homo sapiens, des Vorfahren des heutigen Menschen (Homosapiens sapiens). Bisherige Funde seien 50.000 Jahre jüngergewesen. Die anatomisch ähnlichen Schädel unterstütztendie Theorie, dass sich die heutigen Menschen in Afrika entwickelten.
Auch Kinderschädel gefunden Die Forscher um Tim White und Clark Howell von derUniversität Berkeley im US-Bundesstaat Kalifornien nanntenihren Fund "Homo sapiens idaltu". Idaltu bedeutet in der äthiopischenSprache Afar "älter". Die drei Schädel stammten vonzwei Erwachsenen und einem Kind. Sie wurden in 200 Meter Abstandvoneinander in einem trockenen Flussbett im Mittleren Awash-Talin Zentraläthiopien gefunden.
Homo sapiens sapiens war Afrikaner Die Schädel geben "entscheidende Hinweise aufden Ort, die Zeit und die Rahmenbedingungen des Auftretens desHomo sapiens", sagen die Wissenschaftler. Der These zufolge entwickeltesich der Homo sapiens sapiens in Afrika, während der Neanderthalerin Europa noch lebte. Die jüngsten Neanderthaler wurden inSpanien und Portugal gefunden. Sie waren zwischen 35.000 und 40.000Jahre alt. Den Forschern zufolge vermischten sich die Neanderthalernicht mit den Vorfahren des Homo sapiens sapiens, sondern starbenschlichtweg aus.
Der afrikanische Menschenvorfahr verändertesich dem Bericht zufolge unter anderem durch veränderte Essgewohnheiten.Er wanderte den Forschern zufolge von Afrika über den NahenOsten Richtung Norden und Westen und erreichte so Europa und Asien.Möglicherweise sei er auch durch Alaska und Amerika gekommen.
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