29.05.2003 17:22 |

Monte Carlo

Schumi deklassiert WM-Gegner Räikkönen

Michael Schumacher hat bei der Ferrari-Show von Monaco seinen WM-Gegner Kimi Räikkönen mit einer Traumrunde deklassiert und sich im Fürstentum für den angepeilten Sprung auf den WM-Thron in eine tolle Ausgangsposition gebracht.
Der fünfmalige Champion legte zum Auftaktdes Formel-1-Klassikers in Monte Carlo eine deutliche Bestzeitim ersten Einzelzeitfahren vor und war dabei gleich um den Riesen-Vorsprungvon 1,621 Sekunden schneller als der WM-Spitzenreiter aus Finnland.Rubens Barrichello komplettierte den Ferrari-Doppelerfolg alsZweiter, Räikkönen hingegen musste sich im ersten Teilder Qualifikation mit Platz elf begnügen. "Das war schoneine sehr gute Runde", sagte der dreimalige Saisonsieger Schumachernach dem gelungenen Arbeitstag zufrieden.
 
Nach 84 Tagen in der ungewohnten Verfolgerrollewill er beim Großen Preis von Monaco endlich die WM-Spitzezurückerobern. Der Kerpener, seit Saisonbeginn in Australiennicht mehr die Nummer eins der Gesamtwertung, kann beim verrücktestenRennen des Jahres nicht nur als zweiter Fahrer nach Ayrton Sennazum sechsten Mal in Monte Carlo gewinnen. Er kann auch erstmalsin dieser Saison den Sprung ganz nach oben schaffen und den mitzwei Punkten Vorsprung führenden Räikkönen überholen."Das ist das Ziel, ganz klar", sagte der Titelverteidiger vordem berühmt-berüchtigten Rennen, das als 50. WM- LaufJubiläum feiert.
 
Schumi fährt überlegene Bestzeit
Drei Tage vor dem siebten Saisonrennen erzielte Schumacherauf dem 3,340 km langen und für dieses Jahr etwas umgebautenStadtkurs in 1:16,305 Minuten eine überlegene Bestzeit. Zweiterwar der Brasilianer Barrichello (0,331 Sekunden Rückstand)vor dem britischen BAR-Piloten Jenson Button. Bester Silberpfeil-Fahrerwar der Schotte David Coulthard als Fünfter. "Das erste Qualifyingwar das ganze Jahr nicht unsere Spezialität. Am Samstag zähltes - und am Sonntag noch viel mehr", meinte Mercedes-MotorsportchefNorbert Haug.
 
Ralf Schumacher auf Rang 6
BMW-Williams-Pilot Ralf Schumacher kam mit 0,758Sekunden Rückstand auf seinen Bruder auf Rang sechs. NickHeidfeld belegte den zehnten Platz. Sein Kollege Heinz-HaraldFrentzen hatte Pech. Der Mönchengladbacher musste seinenSauber mit Motorschaden abstellen; er hatte somit keine Rundenzeitzu Buche stehen. "Ich bin die erste Kurve hoch gefahren, da hates Peng gemacht", kommentierte Frentzen den Vorfall. Das Zeitfahrenmusste wegen der Aufräumarbeiten unterbrochen werden. Entscheidendfür die Startaufstellung im Rennen ist jedoch allein dieQualifikation.
 
"Roter Hai" ist nicht zu schlagen
Michael Schumachers neuer "roter Hai", der F2003-GA,war zuletzt nicht zu schlagen. Doch auf dem engen Kurs in denHäuserschluchten sind Prognosen schwierig, da Überholenpraktisch unmöglich ist und der Startaufstellung daher einebesondere Bedeutung zukommt. Im Vorjahr feierte McLaren-Mercedesin Monte Carlo durch Coulthard den einzigen Saisonsieg.
 
Der fünfmalige Monaco-Sieger Schumacher kannden Rekord des Brasilianers Senna einstellen, der als bisher einzigerPilot sechs Mal im Fürstentum gewann. Die WM-Führungist für den Kerpener auch zum Greifen nah. Nach den Erfolgenin Imola, Barcelona und Spielberg belegt Schumacher in der Gesamtwertungmit 38 Punkten Platz zwei hinter Räikkönen (40). Trotzaller Sicherheitsbedenken, die auch Schumacher angesichts dergeringen Auslauf-Möglichkeiten hat, liebt der Weltmeisterdas extreme PS-Spektakel. «Ich freue mich immer, hierherzu kommen. Es ist ein ganz besonderes Rennen», meinte der67- malige Grand-Prix-Gewinner. "Monaco ist sicherlich eines derHighlights der Saison." Aber: "Man sollte tunlichst keine Fehlermachen, denn die bedeuten auf diesem Kurs meist das Aus."
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