Kurde mit BMW weg

Iraker zahlte nach Jahren Händler 70.000 Euro

„Iraker ergaunert sich Starthilfe“, titelte die Krone am 6. Oktober 2004, nachdem ein Asylant bei einem Ansfeldner Autohändler um 70.000 Euro zehn gebrauchte BMW bestellt hatte und in den Irak geliefert bekam, aber nicht bezahlte. Doch nun tauchte der Kurde wieder auf, erstattete bereits 50.000 Euro zurück!

“Der Kurde ist vor vier Wochen erstmals wieder bei mir aufgetaucht. Er gab an, dass er damals selbst von einem Verwandten gelegt worden sei, der ihm das Geld unterschlagen habe. Er hätte sich nicht mehr bei mir gemeldet, weil ich ihm sowieso nicht geglaubt hätte. Aber jetzt hat er nach seinen Angaben ein Grundstück geerbt und will den angerichteten Schaden wieder gutmachen“, berichtet der Ansfeldner Autohändler Christian Kroiss (43).

Kroiss war 2004 selbst in den Irak gefahren und hatte in Erbil im nördlichen, kurdisch dominierten Landesteil, extra Anzeige erstattet. Doch nun löst sich der Kriminalfall in Wohlgefallen auf: „Zuerst übergab er mir 10.000 Euro, beim zweiten Mal 40.000. Außerdem hat er sich tausend Mal bei mir entschuldigt. Ihm ist es furchtbar peinlich. Ich hatte das Geld innerlich schon längst abgeschrieben. Es war wirklich wie im Fernsehen, ich habe ein paar Tage gebraucht, bis ich realisiert habe, dass es wieder da ist.“

 

 

Foto: Eckehard Schulz

Donnerstag, 06. Mai 2021
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