Harald Schöffl

"Große Aufgaben reizen mich"

Im zweiten Anlauf hat es geklappt! Nach der missglückten Kandidatur 2008 wurde nun Harald Schöffl vom Aufsichtsrat der Landesspitälerholding Gespag neben Karl Lehner zum Vorstand ernannt. Der Chirurg, der eine Nähe zur FP haben soll, löst Langzeit-Vorstand Harald Geck ab. Dieser saß auf einem SP-Ticket.

"Krone":Ziel erreicht - warum wollten Sie unbedingt den Vorstand-Posten?
Harald Schöffl: Ich habe schon lange Interesse. Mich reizen die großen Aufgaben, die wir in Oberösterreich in der Gesundheitsversorgung vor uns haben. Ich habe das Gefühl, dass gerade jetzt die Politik etwas bewegen möchte und es nicht so weitergehen soll wie in den letzten zehn Jahren.

"Krone": Welche Aufgaben sind das?
Schöffl: Etwa der Ärztemangel im niedergelassenen Bereich, wo es immer schwieriger wird, Praxen zu besetzen. Es gilt da, Konzepte umzusetzen, um einen niederschwelligen Zugang und die Versorgung von  Patienten von der Peripherie bis ins Zentrum zu ermöglichen.

"Krone": Ihr Vertrag läuft bis 2020. Ist das ein Hinweis auf die Zusammenführung von Gespag und Kepler-Uniklinikum?

Schöffl: Ich sehe das sehr pragmatisch. Die Eigentümer wollen sich nicht unnötig eine Hürde aufbauen, falls es zu großen  Veränderungen kommen sollte. Politisch sehe ich einen Willen, Synergieeffekte zu heben.

"Krone":Apropos Politik, viele sehen durch ihre Nominierung eine Umfärbung im Vorstand.
Schöffl: So etwas will ich nicht kommentieren. Ich habe zum Beispiel FP-Klubobmann Herwig Mahr  zweimal in meinem Leben gesehen. Die Gesundheitspolitik hat für mich keine Farbe.

"Krone":Wie geht es mit Ihrem Bio-Bauernhof in St. Johann am Wimberg weiter?
Schöffl: Aus dem operativen Teil werde ich mich zurückziehen müssen. Ich werde mit der Familie über eine Umstrukturierung nachdenken. Im Herzen bleibe ich aber immer ein Bio-Bauer.

Mario Zeko, Kronen Zeitung

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