Senioren nehmen zu

Oberösterreich wird älter

Die Zahl der Senioren wird in Oberösterreich in den kommenden 13 Jahren stark ansteigen. Der Anteil der Über-60-Jährigen nimmt bis 2030 von 347.000 (23,7 Prozent) auf 473.000 (30,5 Prozent) zu. Ihr Einfluss wird auch politisch immer größer.

"Oberösterreich wird in den kommenden Jahrzehnten wachsen, älter und bunter werden", sagt Werner Lenzelbauer von der Abteilung Statistik des Landes. Die Zahl der Menschen im Haupterwerbsalter werde laut einer demografischen Prognose zwar tendenziell von derzeit 800.000 auf etwa 750.000 im Jahr 2040 sinken, gleichzeitig werde aber die Zahl der über 60-Jährigen kontinuierlich steigen. "Ursache dieser Entwicklung ist nicht eine steigende Geburtenrate sondern die kontinuierliche Zuwanderung", erklärt Lenzelbauer.
Die Zahl der über 80-Jährigen erhöht sich von derzeit 73.000 auf etwa 140.000. Eine Entwicklung, die einerseits auf die alternde Gruppe der "Babyboomer" zurückzuführen ist, und andererseits mit der steigenden Lebenserwartung zu tun hat.

Ältere Wahlberechtigte
Folge davon ist, dass auch die Wahlberechtigten hierzulande immer älter werden. Die Gruppe der Senioren gewinnt dadurch immer mehr an Bedeutung. 2033 wird der Anteil der über 60-Jährigen bereits bei 43 Prozent liegen.
"Das wird eine große Herausforderung, wir stehen vor einem Gesamtumbau der Gesellschaft", betont Josef Pühringer, Landesobmann des ÖVP-Seniorenbundes. Er kündigt an, diesen Wandel politisch aktiv mitgestalten zu wollen. Pühringer: "Wir sind eine politische Größe, an der man nicht vorbeikommen wird."

Die Alten werden zum Machtfaktor
Die Veränderung findet sukzessive statt. War die Alterspyramide vor 100 Jahren noch kegelförmig, gleicht sie heute einem Blatt und wird in 45 Jahren einer Scholle ähneln. Die Senioren werden immer mehr, die Zahl der Erwerbstätigen nimmt leider kontinuierlich ab, wie auch die der Jungen.
Die Alten werden zum Machtfaktor. Polit-Parteien, Wirtschaftsunternehmen und Tourismus buhlen zunehmend schon um sie.
Es gilt auch, Herausforderungen zu bewältigen. Pflegekosten steigen deutlich - 2050 dürften 1,1 Milliarden Euro (derzeit 222 Millionen €)  dafür aufgewendet werden. Ohne System-Umstellung wird das kaum zu meistern sein.

Jürgen Pachner, Kronen Zeitung

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