13.12.2017 17:38 |

Dutzende Verletzte

OÖ: Bedienfehler führte zu Chlorgasaustritt

Auf einen Bedienfehler dürfte der Chlorgasaustritt am Mittwochvormittag auf dem Gelände der Firma Agrana in Oberösterreich zurückzuführen sein, bei dem fast 40 Menschen verletzt wurden. Das gesamte Areal musste evakuiert werden, mittlerweile konnten sämtliche Sperren aufgehoben werden.

Nach Angaben des Unternehmens kam es beim Umpumpen von Chemikalien aus einem Eisenbahnwaggon zu dem Zwischenfall. Infolge einer chemischen Reaktion sei das Chlorgas ausgetreten, so die Polizei am Mittwochnachmittag.

Großteil der Verletzten bereits aus Spital entlassen
Zumindest 37 Menschen - insgesamt hat das Werk etwa 280 Mitarbeiter - erlitten laut Agrana Atemwegsbeschwerden und wurden in verschiedene Spitäler in der Umgebung eingeliefert. Mehrere von ihnen - laut Polizei sechs - wurden schwer verletzt. 34 wurden von der Rettung oder mit Hubschraubern in umliegende Krankenhäuser nach Linz und Wels gebracht. Die meisten klagten über Atemwegsbeschwerden.

Laut Unternehmen konnte der Großteil der Betroffenen das Spital nach einer medizinischen Erstversorgung bereits am Mittwoch wieder verlassen. Eine Person wurde intensivmedizinisch behandelt, zwei weitere auf einer Normalstation.

Unternehmen "sehr betroffen"
Nach dem Zwischenfall wurde eine Evakuierung des gesamten Areals durchgeführt, auch ein Einkaufsmarkt in der Nähe wurde vorübergehend geschlossen. Am Nachmittag konnten sämtliche Sperren wieder aufgehoben werden, laut Agrana habe für die Umgebung des Werkes zu keinem Zeitpunkt Gefahr bestanden. Beim Unternehmen zeigte man sich "sehr betroffen, dass durch diesen Vorfall Menschen zu Schaden gekommen sind". Die Produktion werde wie geplant in wenigen Tagen wieder gestartet - sie war in dieser Woche nicht gelaufen, da eine planmäßige Revision bzw. Wartung anstand.

Agrana definiert sich als ein international ausgerichtetes österreichisches Unternehmen, das landwirtschaftliche Rohstoffe zu industriellen Produkten verarbeitet. Nach eigenen Angaben auf seiner Homepage ist der Konzern mit rund 8600 Mitarbeitern an 55 Produktionsstandorten weltweit tätig. Am Standort Aschach wird Maisstärke produziert.

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