Di, 14. August 2018

Protokolle schocken

27.11.2017 05:57

Ein Dutzend Opfer: Die 5 Rätsel im Pflegeskandal

Ein Dutzend Opfer, zwei geöffnete Gräber von verstorbenen Bewohnerinnen und fünf Pfleger unter furchtbarem Verdacht - nach dem von der "Krone" enthüllten Paukenschlag im Heimskandal von Kirchstetten in Niederösterreich laufen die Ermittlungen auf Hochtouren.

Rund um das dunkle Todesrätsel auf der Station St. Anna beantworten wir die fünf wichtigsten Fragen.

  • Wer brachte den Stein ins Rollen?
    Eine Pflegerin alarmierte im Oktober 2016 die Heimleitung. Ihr waren fünf Kollegen durch Sadismus auf der Station St. Anna aufgefallen.
  • Worum geht es bei den Vorwürfen?
    Die Staatsanwaltschaft St. Pölten und die Mordgruppe des Landeskriminalamts ermitteln wegen Foltermethoden und sexuellen Missbrauchs von wehrlosen Patientinnen. Hinzu kommt jetzt der Verdacht einer Medikamenten-Überdosierung. Im Visier stehen offenbar ärztlich verordnete Beruhigungsmittel.
  • Warum wurden zwei Gräber von verstorbenen Heimbewohnerinnen geöffnet?
    Durch die Leichen-Exhumierung und ein toxikologisches Gutachten hofft die Justiz auf Rückschlüsse zur Todesursache. In beiden Fällen sei es bei Nachtdiensten der Verdächtigen zum überraschenden Tod gekommen.
  • Was ist über die Pflegekräfte - vier Frauen und ein Mann - bekannt?
    Die Heim-Dokumente sind erschütternd. Patienten sollen in dampfend heißem oder eiskaltem Wasser gebadet, betagte Frauen für ein Foto mit einem Pfleger nackt ausgezogen worden sein. Im Handy-Nachrichtendienst WhatsApp bezeichneten sie sich als "Blauensteiner" und "Lainz-Schwester Waltraud".
  • Wie viele Fälle gibt es?
    Die Rede ist von einem Dutzend Opfern. Am Sonntag meldete sich Alfred H. aus Wien und berichtete über den Fall seines Großvaters (74). Dieser war schwer dement in Kirchstetten: "Mein Opa wurde auf der Sterbestation abgelegt. Ich überlege mittlerweile eine Klage."
  • Am Sonntag wurde auch ein zweiter Pflegeskandal, diesmal in Oberösterreich, bekannt. Im Heim Hartheim wurde ein 69-jähriger Patient, der im Rollstuhl sitzt, beim Baden derart verbrüht, dass er im Spital starb. Jetzt wird wegen fahrlässiger Tötung ermittelt.

    Christoph Budin, Martina Prewein, Josef Poyer, Johann Haginger, Kronen Zeitung

    Das könnte Sie auch interessieren

    Kommentar schreiben

    Sie haben einen themenrelevanten Kommentar? Dann schreiben Sie hier Ihr Storyposting! Sie möchten mit anderen Usern Meinungen austauschen oder länger über ein Thema oder eine Story diskutieren? Dafür steht Ihnen jederzeit unser krone.at-Forum, eines der größten Internetforen Österreichs, zur Verfügung. Sowohl im Forum als auch bei Storypostings bitten wir Sie, unsere AGB und die Netiquette einzuhalten!
    Diese Kommentarfunktion wird prä-moderiert. Eingehende Beiträge werden zunächst geprüft und anschließend veröffentlicht.

    Kommentar schreiben
    500 Zeichen frei
    Kommentare
    324

    User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

    Aktuelle Schlagzeilen
    Brücken-Drama in Genua
    Star-Kicker „verpasst“ Inferno um 10 Minuten!
    Fußball International
    „Kein Rosinenpicken“
    Brexit: Strache stellt sich hinter EU-Kommission
    Österreich
    Champions League
    LIVE: RB Salzburg will auch bei Tetovo siegen!
    Fußball International
    Nach Vergewaltigung
    Versuchter Mord an Ex-Geliebten: 18 Jahre Haft
    Österreich
    WM-Qualifikation
    Verletzte Schnaderbeck fällt für Österreich aus!
    Fußball International
    141 Migranten verteilt
    Malta lässt NGO-Schiff Aquarius anlegen
    Welt

    Newsletter

    Melden Sie sich hier mit Ihrer E-Mail-Adresse an, um täglich den "Krone"-Newsletter zu erhalten.