Do, 16. August 2018

7500 Stücke warten

25.11.2017 10:24

Fundbüro als letzte Hoffnung für "Verlierer"


Wer verliert, der hat dort eine gute Chance, fündig zu werden: Gemeint ist das Fundbüro im Neuen Rathaus. Wo Claudia Danninger und ihre Kolleginnen einerseits die Verluste anderer akribisch verwalten und andererseits aber auch jede Menge Dinge sammeln, die wohl keiner der rechtmäßigen Besitzer vermisst . . .

"Pro Tag kommen zirka 80 Menschen zu uns ins Fundbüro", erzählt Claudia Danninger. Manchen davon bereitet sie und ihre drei Kolleginnen im Erdgeschoß des Neuen Rathauses eine große Freude. Bei anderen erlischt oftmals von einem Moment auf den anderen die allerletzte Hoffnung.


Vom Kompressor bis zur Schiffsschraube
Natürlich werden aber nicht nur Sachen gesucht, sondern auch gefunden. Der Klassiker unter den Fundsachen: Schlüssel. Aber auch Geldtaschen und jede Menge Handys trudeln tagtäglich ein. Im Winter sind es verstärkt Handschuhe, Hauben und Schals. Und natürlich auch Kurioses. So warten im großen Lagerraum des Fundbüros im Keller neben Fahrrädern und Kinderwägen derzeit etwa auch ein Baustellenkompressor und ein riesiges Lastenfahrrad auf ihre Besitzer. "Größer oder schwerer waren in der Vergangenheit nur ein lebensgroßer Plastik-Tiger, ein Kanu oder eine Motorboot-Schiffsschraube", lacht Danninger. Die in ihrem Job auch oft spannende Detektivarbeit leisten muss, um die rechtmäßigen Eigentümer von Dingen zu finden: "Wobei nicht jeder, den wir informieren, dann auch wirklich kommt."


Alles wird ein Jahr gelagert
Für alle Fundgegenstände gilt: Sie werden ein Jahr aufbewahrt. Danach gehen sie in den Besitz des Finders über, werden versteigert oder zu Flohmarktpreisen im Fundbüro verkauft.

Mario Ruhmanseder, Kronen Zeitung

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