Fr, 22. Juni 2018

Im Landtag:

22.09.2017 06:03

Stelzer bestreitet 10-Prozent-Kürzung bei Kultur

"Gibt es Ihrerseits tatsächlich Pläne, das Kulturbudget 2018 im Vergleich zum heurigen Voranschlag um 10 Prozent zu kürzen?", wollte der Grüne Severin Mayr im Landtag von LH Thomas Stelzer (ÖVP) wissen. Die Antwort: "Einen derartigen Plan habe ich nicht." Das heißt aber, nicht dass es keine Strukturänderungen gibt.

Seit Längerem spukt umher, Stelzer wolle das Kulturbudget des Landes Oberösterreich um 10 Prozent kürzen, was laut Mayr rund 20  Millionen € an Kürzung seien. "Das habe ich so nie gesagt", bestreitet Stelzer auch den errechneten Betrag. Das Null-Schulden-Budget 2018 bedeute zwar auch für die Ressorts, die er zu verantworten habe, dass es dort zu Einsparungen komme: "Aber nicht in dem Ausmaß" wie es der Grüne zitiert habe.

Mehr Klarheit im Landtag
Einsparungen nur auf Kosten der Kulturförderungen, also zu Lasten der in der Kultur Aktiven, hat Stelzer  im "Krone"-Gespräch schon einmal ausgeschlossen. Im Landtag machte er nun klar, wo die Reise hingehe; "Ich möchte gerne, dass wir dort, wo wir als Land selbst Kultureinrichtungen betreiben, die Strukturen besser machen." Nicht jede müsse eine Verwaltung, ein Marketing, ein Ticketing habe; "Da könnten wie Einiges gemeinsam betreiben." Auch mit der Stadt Linz als Kulturträger strebt Stelzer Zusammenarbeit an. Nicht nur bei der Effizienz, sondern auch thematisch, siehe etwa: "Wie holen wir zum Beispiel das Thema Technik mehr in den Fokus?"

Rüge für den Kulturminister

Kulturminister Thomas Drozda (SPÖ) hat jedenfalls beim Brucknerfest schon kritisiert, dass das Land im Kulturbereich spare. Stelzer kontert mit dem Hinweis auf "gewaltige Ungerechtigkeiten" bei den Kulturförderungen des Bundes. Da werde ein Wiener mit rund 35 € gefördert, ein Oberösterreicher aber nur mit 11 €. "Inakzeptabel", so der LH

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