30.08.2017 00:37 |

Klagenfurt

Hobas fusioniert mit Arabern

Die Wietersdorfer-Tochter Hobas schließt sich mit ihrem arabischen Konkurrenten Amiantit zusammen. Ziel des gemeinsamen Unternehmens namens Amiblu: den Anteil der Kunststoffrohre am Weltmarkt mehr als zu verdoppeln. Der Firmensitz des 220 Millionen Euro schweren Unternehmens wird Klagenfurt.

Administration, Marketing, Verrechnung und die weltweite Exportplanung von Amiblu sollen im Klagenfurter Hobas-Büro angesiedelt werden. Mit der Zeit sollen dort auch neue Arbeitsplätze entstehen. Was die Landeshauptstadt stärkt, könnte für den ohnehin angeschlagenen Standort in Klein St. Paul negative Folgen haben: Im neuen Konzern muss sich die Produktion mit sechs europäischen Werken messen.

Derzeit liegt die Auslastung in Kärnten bei knapp 50 Prozent. "Die Auftragslage ist nicht besonders attraktiv", sagt Hobas-Geschäftsführer Claus Brun, künftig Chef von Amiblu. Bis Oktober soll feststehen, wie es in Klein St.Paul weiter geht. Ein weiterer Personalabbau - im Vorjahr wurden 75 der knapp 200 Mitarbeiter gekündigt - ist nicht ausgeschlossen.

Für Fachkräfte im Bereich Forschung und Entwicklung soll es weiterhin Möglichkeiten im Konzern geben, so Brun. Mit Kärntner Kompetenz und der Marke Hobas ist das Ziel von Amiblu, den Anteil von Kunststoff am Markt für Wasser-Rohre (Beton, Stahl) von drei auf acht Prozent zu steigern. Im ersten Jahr erwarten Hobas und der arabische Partner Amiantit 220 Millionen Euro Umsatz.

Teresa Spari, Kronen Zeitung

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