Comeback offiziell

Lugar zurück bei FPÖ: "Kurz ist eine Mogelpackung"

Österreich
11.08.2017 11:23

Jetzt ist es offiziell: Der erst am Mittwoch als Klubobmann des Team Stronach zurückgetretene Robert Lugar ist in den Schoß der FPÖ zurückgekehrt - und zwar an wählbarer Stelle auf der Bundesliste für die Nationalratswahl. "Jetzt bin ich wieder dort, wo ich hingehöre", sagte Lugar bei einer Pressekonferenz am Freitag. Er nutzte den Auftritt auch, um ÖVP-Chef und Kanzlerkandidat Sebastian Kurz scharf zu kritisieren: "Er ist nichts anderes als eine Mogelpackung."

Lugar - er war auch für das BZÖ als Abgeordneter im Hohen Haus - wird auf dem achten Listenplatz kandidieren, erklärte FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache. Bereits vor einer Woche soll es im Bundesparteivorstand eine inoffizielle Abstimmung gegeben haben, ob man Lugar allenfalls aufnehme - und das Votum sei klar zugunsten von Lugar ausgegangen, wird eine ungenannte FPÖ-Quelle zitiert.

Über FPÖ in die Politik gekommen
Lugar war ursprünglich über die FPÖ in die Politik gekommen, wo er Vizeobmann des Rings Freiheitlicher Wirtschaftstreibender Niederösterreich war. 2008 zog er ins Hohe Haus ein, allerdings für das BZÖ. Unter anderem dort fischte Frank Stronach dann im Herbst 2012 so lange nach Abgeordneten, bis er ohne Wahl einen Klub im Parlament beisammenhatte, dessen Klubchef dann Lugar (mit zwischenzeitlicher Unterbrechung) wurde.

Strache: "Natürlich ist Robert Lugar auch g'scheiter geworden"
"Natürlich ist Robert Lugar auch g'scheiter geworden", so Strache. "Er ist in seiner ursprünglichen freiheitlichen Familie wieder herzlich willkommen", erklärte der Obmann zum neuen Klubmitglied. Nun soll Nationalratspräsidentin Doris Bures (SPÖ) in einem Brief über den Wechsel informiert werden. "Ich kann keine andere Politik machen, denn ich bin im Herzen freiheitlich", meinte Lugar. Man habe sich ausgesprochen, so Strache.

Auch ORF-Publikumsrätin Susanne Fürst auf Bundesliste
Strache präsentierte auch eine weitere neue Kandidatin: Susanne Fürst, Vertreterin der FPÖ im ORF-Publikumsrat. Die Anwältin kandidiert auf Platz sieben. Hinter Strache auf der Bundesliste auf Platz zwei findet sich der Dritte Nationalratspräsident und Ex-Bundespräsidentschaftskandidat Norbert Hofer. Strache rechnet damit, dass sechs bis neun Mandate über die Bundesliste erreicht werden.

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