Mo, 23. Juli 2018

Spektakulärer Coup

04.07.2017 19:45

100-Kilo-Münze gestohlen: Video zeigt jetzt Täter

Es war ein unglaublicher Millionen-Coup: Unbekannte waren im März in das Bode-Museum in Berlin eingestiegen und hatten die 100 Kilogramm schwere Goldmünze "Maple Leaf 2007" im Wert von rund 3,5 Millionen Euro gestohlen. Jetzt hat die Polizei Videomaterial der Täter veröffentlicht und bitte um Mithilfe bei der Suche.

Die Einbrecher waren am 27. März nachts mithilfe einer Leiter in das Museum auf der Berliner Museumsinsel gelangt. Angefahren waren die Gauner zu ihrem Millionen-Coup mit der S-Bahn, dabei hatten sie neben der Leiter noch eine Axt, ein Seil und weitere, nicht näher genannte Ausrüstungsgegenstände.

Video zeigt drei vermummte Männer in S-Bahn-Haltestelle
Nun hat die Berliner Polizei ein Video veröffentlicht, auf dem die Münzendiebe zu sehen sind. Die rund zweiminütigen Aufnahmen stammen von mehreren Überwachungskameras. Das Video zeigt, wie die drei vermummten Männer gegen drei Uhr morgens den Bahnsteig der S-Bahn-Haltestelle Hackescher Markt betraten. Anschließend gingen sie über die Bahngleise in Richtung Museum.

Münze mit Materialwert von rund 3,5 Millionen Euro
Die gestohlene 100-Kilo-Münze, deren Durchmesser 53 Zentimeter beträgt, stammt aus Kanada und war seit 2010 im Berliner Bode-Museum ausgestellt.

Video: 100-Kilo-Goldmünze aus Berliner Museum gestohlen

Der Nennwert beträgt "nur" eine Million kanadische Dollar (knapp 700.000 Euro), allerdings richtet sich der tatsächliche Wert der Münze mit einem Goldanteil von 99,999 Prozent nach dem aktuellen Goldkurs. Derzeit kommt die Münze somit auf einen Materialwert von umgerechnet rund 3,5 Millionen Euro.

"Maple Leaf 2007" im Wiener Dorotheum versteigert
Ein Exemplar der "Maple Leaf" hatte der damals in U-Haft sitzende Chef der pleitegegangenen Finanzfirma AvW, Wolfgang Auer-Welsbach, gekauft und als Dauerleihgabe an das Kunsthistorische Museum in Wien übergeben.

Der spanische Edelmetallhändler Oro Direct ersteigerte die Münze dann 2010 im Wiener Dorotheum für 3,27 Millionen Euro. Die Münze befand sich in der Konkursmasse der Kärntner AvW. Der Erlös kam den rund 12.500 mutmaßlich geschädigten Inhabern der AvW-Genussscheine zugute.

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