Sa, 20. Oktober 2018

Mehrere Verletzte

03.07.2017 21:43

Flughafen Boston: Taxi rammt Fußgängergruppe

Am Flughafen der US-Metropole Boston im Bundesstaat Massachusetts hat am Montag ein Taxi eine Gruppe von Fußgängern gerammt. Bei dem Vorfall am Taxistand des Logan International Airport seien zehn Menschen teils schwer verletzt worden, teilte die Polizei mit. Auch wenn die Unglücksursache noch unklar ist, gehen die Behörden nicht davon aus, dass der 56-jährige Taxifahrer den Unfall absichtlich verursacht hat.

US-Medienberichten zufolge hatte der Fahrer offenbar die Bremse mit dem Gaspedal verwechselt und die Kontrolle über sein Fahrzeug verloren. Nachdem er die Menschenmenge angefahren hatte, krachte er in eine Mauer, wie auf Bildern des örtlichen Fernsehsenders Boston 25 zu sehen war.

Die zehn verletzten Personen - alle ebenfalls Taxifahrer - wurden umgehend in nahe gelegene Krankenhäuser gebracht und verarztet. Wenige Stunden später - gegen 16 Uhr - kam die Entwarnung seitens der Behörden: "Es gibt keine Toten, niemand ist in Lebensgefahr", teilte die Polizei mit. Aber: Eine Person sei schwer verletzt, drei weitere hätten "ernst zu nehmende Verletzungen" erlitten.

Zum Zeitpunkt des Unglücks seien rund 300 Taxis und dementsprechend viele Fahrer vor Ort gewesen, hieß es. Der Unfall hätte demnach noch weit schlimmer ausgehen können. In der Outdoor-Pausenzone, wo das Unglück passierte, warten die Fahrer normalerweise, bis ein Auto gebraucht wird. "Wir spielen hier Karten oder Domino", sagte Taxifahrer Abdias Pierre gegenüber der "Chicago Tribune".

Keine Anzeige
Der Verursacher des Unfalls musste vorerst am Ort des Geschehens bleiben und wurde von Polizeibeamten verhört. Danach durfte er nach Hause gehen. Die Polizei teilte mit, es gebe keine Hinweise darauf, dass der Unfall absichtlich herbeigeführt wurde. Es gebe auch keine Anzeige gegen den Lenker: "Es dürfte sich wirklich nur um einen schrecklichen Unfall handeln. Der Fahrer hat kein Vorstrafenregister und ist als netter, höflicher Mensch bekannt."

Kurzzeitige Panik
Nach den Anschlägen mit Fahrzeugen in Nizza, Berlin und zuletzt in London weckte der Vorfall zunächst die Sorge vor einem weiteren Attentat. In den USA waren Mitte Mai bei einer tödlichen Raserei am New Yorker Times Square eine Frau getötet und mehr als 20 weitere Menschen verletzt worden.

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