Di, 18. Juni 2019
07.06.2017 06:28

Großer Nutznießer

EU zahlte der Türkei seit 2014 2,7 Mrd. Euro netto

Zur Vorbereitung auf den EU-Beitritt des Landes hat die Europäische Union der Türkei seit 2014 rund 2,7 Milliarden Euro netto gezahlt. Das berichtete am Mittwoch die "Bild"-Zeitung unter Berufung auf aktualisierte Zahlen der EU-Kommission.

Demnach erhielt Ankara von 2014 bis Ende vergangenen Jahres insgesamt 3,3 Milliarden Euro aus der EU-Kasse. Allerdings habe Ankara auch 625 Millionen Euro an Brüssel gezahlt, um an EU-Programmen teilnehmen zu können.

Jedenfalls sei die Türkei nach Angaben des Blattes der größte Nutznießer von EU-Geldern unter allen Nicht-EU-Ländern. Nicht berücksichtigt seien dabei jene sechs Milliarden Euro, die Brüssel im Rahmen des Flüchtlingsdeals an Ankara zahlt, so die "Bild".

Beitrittsgespräche liegen auf Eis
Die Türkei ist bereits seit 1999 Kandidat für den EU-Beitritt, seit 2005 wird darüber offiziell verhandelt. Doch die Gespräche zum Thema sind mittlerweile praktisch zum Erliegen gekommen - zu groß sind die Differenzen zwischen beiden Seiten. Von 35 Verhandlungskapiteln sind bisher erst 15 eröffnet. Im Dezember hatten die EU-Staaten als Reaktion auf die Ereignisse nach dem Putschversuch in der Türkei - Zehntausende Menschen wurden verhaftet - beschlossen, vorerst keine neuen Kapitel zu eröffnen.

Türkischer Amnesty-Chef verhaftet
Zuletzt wurde am Dienstagabend bekannt, dass die türkischen Behörden den Landes-Chef der Menschenrechtsorganisation Amnesty International festgenommen haben. Taner Kilic werde verdächtigt, Verbindungen zum Netzwerk des muslimischen Predigers Fethullah Gülen zu haben, erklärte die Organisation. Gülen wird von der türkischen Regierung als Drahtzieher des Putschversuchs bezeichnet.

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