Sa, 22. September 2018

Pixie & rote Lippen

19.05.2017 10:11

Manning nach Freilassung: "Okay, hier bin ich!"

Die US-Whistleblowerin Chelsea Manning (29) hat ein erstes Porträt von sich nach der Freilassung aus der Militärhaft veröffentlicht. "Okay Leute, hier bin ich!", schrieb sie am Donnerstag auf Twitter zu dem Foto, das sie mit Kurzhaarschnitt, einem sogenannten Pixie Cut, und rotem Lippenstift zeigt.

Manning, die vor ihrer in der Haftzeit vorgenommenen Geschlechtsumwandlung Bradley hieß, war knapp sieben Jahre lang eingesessen und am Mittwoch wieder auf freien Fuß gekommen.

Seither postete sie bereits mehrere Aufnahmen, unter anderem von einer Flasche Sekt, die sie mit den Worten "Auf die Freiheit und einen Neubeginn" betitelte.

Mit Enthüllungen US-Regierung in Erklärungsnot gebracht
Manning war 2013 zu 35 Jahren Haft unter anderem wegen Spionage verurteilt worden. Sie hatte einen großen, geheimen Datenfundus aus der US-Armee an die Enthüllungsplattform WikiLeaks weitergegeben. Darunter war Material, das unter anderem schwere Verfehlungen von US-Soldaten zeigte. Die Enthüllungen enthielten höchst peinliche Details für die Vereinigten Staaten. Manning wollte nach eigenen Angaben mit der Weitergabe der Dokumente eine Debatte über die Kriege in Afghanistan und im Irak anstoßen.

"Unverhältnismäßig hohe Strafe": Obama verkürzte Haft
Der frühere US-Präsident Barack Obama verkürzte kurz vor Ende seiner Amtszeit Mannings Haft. Republikaner im Kongress kritisierten die vorzeitige Entlassung als gefährlichen Präzedenzfall für andere Geheimnisverräter. Obama sagte, die Freilassung Mannings solle kein solches Signal senden. Er habe die Entscheidung auch deswegen getroffen, weil sich Manning vor Gericht gestellt, Verantwortung für ihr Vergehen übernommen und eine "unverhältnismäßig hohe Strafe" erhalten habe.

 krone.at
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