Mi, 26. September 2018

Nach Erwin Buchinger

05.05.2017 12:41

Hansjörg Hofer wird neuer Behindertenanwalt

Hansjörg Hofer ist der neue Behindertenanwalt. Sozialminister Alois Stöger (SPÖ) hat den bisherigen Stellvertreter am Freitag zum Nachfolger von Erwin Buchinger ernannt. Hofer hat sich gegen 23 Mitbewerber durchgesetzt. Stöger begründete seine Entscheidung mit der "exzellenten Qualifikation" und der Erfahrung Hofers in diesem Bereich.

Von den insgesamt 24 Bewerbern - acht Frauen und 16 Männern - wurden sechs Personen zum Hearing in die Arbeitsgemeinschaft für Rehabilitation (ÖAR) geladen. Diese sechs Kandidaten wurden zwar bewertet, es wurde aber kein Ranking vorgenommen. Allerdings wurden drei Bewerber als in höchstem Maße qualifiziert eingestuft und Stöger hat nun aus diesem Personenkreis Hofer ausgewählt.

Der 57-jährige gebürtige Wiener gilt als anerkannter Experte im Bereich der beruflichen und gesellschaftlichen Integration von Menschen mit Behinderungen. Als dessen Stellvertreter hat Hofer in den vergangenen Jahren insgesamt sieben Monate lang den damaligen Behindertenanwalt Buchinger bereits vertreten, etwa während dessen Vaterkarenz. Im Sozialministerium hat er bereits als Gruppenleiter, Abteilungsleiter und stellvertretender Sektionsleiter der Fachsektion Pflegevorsorge, Behinderten-, Versorgungs- und Sozialhilfeangelegenheiten gearbeitet.

"Exzellente Qualifikationen und viel Erfahrung"
Stöger würdigte Hofer in einer Stellungnahme auch als anerkannten Experten im Bereich Gleichstellung von Menschen mit Behinderung, der für die Funktion des Behindertenanwalts "exzellente Qualifikationen und viel Erfahrung" mitbringt. "Wir haben in der Behindertenpolitik viel weitergebracht, sind aber noch nicht dort, wo wir hinwollen. Ein Behindertenanwalt hat die Aufgabe, genau diesen Aufholbedarf aufzuzeigen und immer dort hinzuschauen, wo es Benachteiligungen und Diskriminierung gibt", sagte Stöger.

Der bisherige Behindertenanwalt Buchinger hatte Anfang Februar bekannt gegeben, aus privaten Gründen sein Amt früher als geplant zurückzulegen. Die reguläre Funktionsperiode hätte noch bis Ende 2017 gedauert.

 krone.at
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