09.04.2017 18:06 |

Anschlag geplant?

Bombe in Oslo entschärft: Russe (17) in Haft

Nach dem Fund einer selbst gebastelten Bombe in der norwegischen Hauptstadt Oslo hat die Polizei einen 17-jährigen Russen festgenommen. Er soll eine "primitive, improvisierte Sprengladung mit begrenztem Schadenpotenzial" in der Nähe der Innenstadt deponiert haben. Seit dem blutigen Anschlag in der schwedischen Hauptstadt Stockholm am Freitag mit vier Toten und mehreren Verletzten stehen auch die Nachbarländer in erhöhter Alarmbereitschaft.

"Es ist unklar, ob der 17-Jährige die Absicht gehabt hat, einen Terrorangriff durchzuführen", sagte die Chefin der norwegischen Sicherheitspolizei PST, Benedicte Bjornland, am Sonntag bei einer Pressekonferenz in Oslo. Staatsanwältin Signe Aalling ergänzte, der junge Mann sei mit seiner Familie als Asylbewerber nach Norwegen gekommen. "Für die Ermittlungen ist es nun wichtig, die Absichten des Festgenommen zu klären. Es ist nicht geklärt, ob der Verdächtige alleine gehandelt hat."

Der Verdächtige war am späten Samstagabend mit dem "bombenähnlichen Gegenstand", der sich in einem Plastiksackerl befunden hatte, gesehen worden. Nachdem der Gegenstand entdeckt worden war, sprengten Bombenexperten ihn kontrolliert mithilfe eines Roboters. Für die Bevölkerung bestand nach Angaben des norwegischen Rundfunks keine Gefahr. Den Bereich um die Sprengung hatte die Polizei abgesperrt.

Norwegen erhöht Sicherheitsvorkehrungen
Nach dem Anschlag mit einem Lastwagen in der Hauptstadt des Nachbarlands Schweden mit vier Toten hat auch Norwegen seine Sicherheitsvorkehrungen erhöht. In den größten Städten des Landes und am Flughafen von Oslo tragen Polizisten nun Schusswaffen.

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