02.04.2017 08:43 |

Waxing-Streit

Gewerkschaft zeigt Ex-Miss beim Magistrat an

Der nächste Paukenschlag in der Wiener Waxing-Posse: Nachdem die ehemalige "Miss Earth Austria", Katia Wagner, bekannt gegeben hatte, dass sie ihre drei Beauty-Studios zusperrt, ereilte Vizekanzler Reinhold Mitterlehner ein Brief der Dienstleistungs- und Verkehrsgewerkschaft vida. In diesem wirft Gewerkschaftschef Roman Hebenstreit dem Wirtschaftsminister vor, in der Waxing-Causa untätig zu sein, obwohl "schwerwiegende Verstöße" gegen die Gewerbeordnung vorlägen. Hebenstreit hat Wagner nun beim Wiener Magistrat angezeigt.

Demnach sei Mitterlehner als oberste Gewerbebehörde verpflichtet gewesen, einzuschreiten. Nun hat der vida-Chef diesen Schritt selbst übernommen und Wagner beim Wiener Magistrat angezeigt. Im Wirtschaftsressort sieht man das Ganze ein wenig gelassener: Gegenüber dem "Kurier" betonte man, es sei das Magistrat zuständig und nicht das Ministerium. Voraussetzung für ein Entziehungsverfahren wären aber Strafbescheide oder Urteile. "Die reine Vermutung eines Delikts durch die vida" genüge nicht.

Der Waxing-Fall hatte gewaltig Staub aufgewirbelt: Nachdem die 28-jährige Beauty-Expertin Schikanen des Arbeitsinspektorats öffentlich gemacht hatte und dieses daraufhin sogar ein Strafverfahren gegen sie einleitete, hatte Wagner nun endgültig genug von Schikanen - und zog die für sie offenbar einzig logische Konsequenz: Sie sperrte ihre drei Studios zu. Zahlreiche Angestellte, hauptsächlich Frauen, sind damit ihren Job los.

Wagner: "Bin keine ausbeuterische, PR-geile Tussi"
Auf Facebook machte Wagner vor Kurzem reinen Tisch und ging auch auf die Vorwürfe ein. In einer Passage ihrer Stellungnahme hieß es: "Die letzten Monate haben mir gezeigt, was für eine Stimmung Unternehmern und Unternehmerinnen gegenüber herrscht. Ich bin keine schwerkriminelle, insolvente, ausbeuterische, PR-geile Tussi, sondern eine Unternehmerin, die einfach ihren Job machen will. Nein, die grässlichen Kommentare, was ich nicht für eine bin, berühren mich nicht. Sie zeigen mir nur deutlich, wie man hier als Unternehmer gesehen wird und was von uns verlangt wird: still zu leiden, zu kuschen und zu zahlen. Und das ist eine traurige Erkenntnis."

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