Do, 16. August 2018

Beraterin ohne Lohn

30.03.2017 06:11

Trump-Tochter wird Angestellte im Weißen Haus

Ivanka Trump, die Tochter von US-Präsident Donald Trump, wird offiziell Angestellte im Weißen Haus. Ein Gehalt werde sie für ihre Tätigkeit nicht bekommen, teilte sie am Mittwoch in einer Stellungnahme mit.

"Ich habe die Bedenken gehört, die einige mit meiner Beratertätigkeit für den Präsidenten in persönlicher Funktion haben, wobei ich freiwillig alle ethischen Regeln befolge. Stattdessen werde ich als unbezahlte Angestellte nach all den Regeln arbeiten, die für andere Bundesbedienstete gelten", sagte die 35-Jährige.

Ivanka Trumps Rolle als Beraterin ihres Vaters ist ungewöhnlich. Dass Staats- oder Regierungschefs demokratisch nicht legitimierte Familienmitglieder ohne offizielles Amt in die Regierungsgeschäfte einbeziehen, ist in westlichen Demokratien nicht üblich.

Ehemann offiziell Trumps Berater im Weißen Haus
Erst in der vergangenen Woche war bekannt geworden, dass Ivanka Trump eigene Büroräume im Westflügel des Weißen Hauses bekommen soll.Ihr Ehemann Jared Kushner arbeitet bereits offiziell als Trumps Berater. Die wichtige politische Rolle der beiden hat ihnen auch viel Kritik bezüglich möglicher Interessenskonflikte eingebracht.

Viel öffentliche Kritik gibt es auch wegen des derzeitigen Wohnsitzes von Trumps Ehefrau Melania. Die First Lady wohnt derzeit unter der Woche gemeinsam mit Sohn Barron im New Yorker Trump Tower. Nur am Wochenende fliegt sie nach Washington oder Florida ins Feriendomizil der Trumps. Melania hatte nach der Amtsübernahme durch ihren Ehemann Ende Jänner gesagt, sie wolle bis zum Ende des Schuljahres mit ihrem elfjährigen Sohn Barron am New Yorker Wohnsitz bleiben und erst dann ins Weiße Haus umziehen.

Die Sicherheitsvorkehrungen, die an allen Wohnorten der Trumps herrschen, verursachen horrende Kosten, die durch die Steuerzahler getragen werden müssen. Laut Angaben der New Yorker Polizei beliefen sich die Ausgaben bereits im Zeitraum zwischen der Wahl im November und der Amtsübergabe Ende Jänner auf mehr als 24 Millionen Dollar (rund 22,3 Millionen Euro).

Online-Petition: "Trumps sollen selbst die Kosten übernehmen"
Eine Online-Petition fordert nun den sofortigen Umzug Melanias ins Weiße Haus. "Der US-Steuerzahler zahlt eine exorbitante Summe, um die First Lady im Trump Tower in New York City zu beschützen", heißt es in der auf der Website change.org veröffentlichten Petition, der sich bis Donnerstag mehr als 245.000 Menschen angeschloss haben. Eine Unterzeichnerin der Kampagne schrieb, das Ehepaar Trump könne gut selbst die Kosten für die Sicherheitsvorkehrungen am Trump Tower übernehmen, wenn es sich die "Extravaganz" leiste, getrennt zu leben. Eine andere Unterzeichnerin schrieb: "Wir zahlen schon genug für Trumps Golf-Reisen."

 krone.at
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