Fr, 20. Juli 2018

Kehrtwende in SPÖ?

14.10.2016 16:30

Klagenfurter Bürgermeisterin fordert Burka-Verbot

Zeichnet sich in Sachen Vollverschleierung in der Öffentlichkeit nun auch innerhalb der SPÖ eine Kehrtwende ab? Nach Burgenlands Landeshauptmann Hans Niessl hat sich nun auch die Klagenfurter Bürgermeisterin Maria-Luise Mathiaschitz für ein Burka-Verbot ausgesprochen. "Wir haben das Recht, einander ins Gesicht zu sehen", sagte Mathiaschitz.

Mathiaschitz, die auch Bundesvorsitzende des sozialdemokratischen Gemeindevertreterverbandes ist, sagte gegenüber der "Kärntner Woche": "Der Vollschleier ist ein Herrschaftsinstrument, um Frauen zu unterdrücken und ihnen Gesicht und Freiheit zu nehmen."

Als erster prominenter SPÖ-Politiker trat im August Niessl für ein Burka-Verbot ein. Die Vollverschleierung von Frauen, spiele zwar im Burgenland keine Rolle, aber: "Ich sehe, dass andere Länder damit ein Problem haben könnten." Und weiter: "In Österreich gilt die Gleichberechtigung zwischen Männern und Frauen, auch wenn wir noch zu tun haben, um sie wirklich zu erreichen. Aber eine Gesichtsverhüllung etwa durch eine Burka geht ja genau in die andere Richtung. Das sehe ich dann schon als sehr problematisch an."

SPÖ und ÖVP verhandeln neues Integrationspaket
SPÖ und ÖVP verhandeln derzeit im Zuge des angekündigten Integrationspakets unter anderem auch über ein Burka-Verbot. Während sich Bundeskanzler Christian Kern (SPÖ) bislang eher skeptisch zeigte, sprach sich Außen- und Integrationsminister Sebastian Kurz für ein Burka-Verbot aus.

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