Fr, 24. Mai 2019
25.01.2016 13:39

Terrorwarnung

Europol warnt vor schweren IS-Anschlägen in Europa

Europol warnt vor groß angelegten Anschlägen in Europa durch die Dschihadistenmiliz Islamischer Staat. Es gebe "allen Grund" zu erwarten, dass der IS selbst, vom IS inspirierte "Terroristen" oder andere religiös motivierte Gruppen "jederzeit irgendwo in Europa erneut einen Terroranschlag verüben", heißt es in einem am Montag veröffentlichten Bericht. Es werde "für Angriffe nach Vorbild von Spezialeinsatzkräften in einem internationalen Umfeld trainiert", Ziel seien "massenhaft Opfer in der Zivilbevölkerung".

Der IS verfüge über "neue gefechtsartige Möglichkeiten", weltweit "eine Reihe groß angelegter Terroranschläge" zu verüben, sagte Europol-Direktor Rob Wainwright am Montag in Amsterdam, wo er am Rande des Treffens der EU-Innenminister den Bericht anlässlich der Arbeitsaufnahme des neuen Europol-Anti-Terror-Zentrums vorstellte.

Gefahr in Frankreich besonders hoch
Besonders hoch sei die Terrorgefahr demnach weiter in Frankreich. Dort waren am 13. November des Vorjahres in Paris 130 Menschen durch gleichzeitige Angriffe an mehreren Orten getötet worden. "Das war eine Premiere für den IS", heißt es in dem Report mit Blick auf die parallel ablaufenden Angriffe auf Zivilisten.

Zusammen mit Anschlägen etwa auf eine russische Passagiermaschine über dem Sinai, in der Türkei und im Libanon erschienen die Pariser Anschläge als "Teil einer breiteren Strategie, weltweit zu agieren". Paris markiere deshalb eine deutliche Wende der IS-Strategie: Anschläge seien nun international ausgerichtet und würden von Spezialkräften ausgeführt.

Keine veränderte Gefährdungslage in Österreich
In Österreich hat sich nach Angaben von Innenministeriumssprecher Karl-Heinz Grundböck die Gefährdungslage nicht geändert. Nach wie vor müsse man "in ganz Europa von einer erhöhten Gefährdungssituation" ausgehen. Es gebe Anlass zur Vorsicht, aber nicht zu Panik, so Grundböck.

Auch Warnungen vor Al-Kaida
Europol warnte gleichzeitig davor, sich nur auf die Bedrohung durch den IS zu konzentrieren. "Al-Kaida ist weiter ein Faktor, der in Betracht gezogen werden muss, und Grund für die EU, sich auf ein breiteres Spektrum religiös inspirierter Gruppen zu konzentrieren", hieß es.

Das neue Europol-Anti-Terror-Zentrum sei laut Wainwright "ein wichtiger Schritt vorwärts", um eine "aggressive neue Form des internationalen Terrorismus zu bekämpfen". In dem Zentrum sollen vorerst 40 bis 50 Experten arbeiten, die insbesondere einen besseren Informationsaustausch zwischen den Mitgliedsstaaten ermöglichen sollen.

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